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Leuchtende Farbsteine - Der neue Schmuck wagt viel

Pforzheim/Hagen Liebesbeweis, Statussymbol, Luxus oder pure Lebensfreude: Schmuck kann als Geschenk vieles ausdrücken - immer aber sind es besondere Gefühle. Deshalb sind Ketten, Armbänder oder Ringe beliebte Weihnachtsgeschenke.

Schmuck muss als Accessoire aber auch zur aktuellen Mode passen. Sie zeichnet sich nach wie vor durch klare Linien und meist dezente Farben aus - und der Schmuck setzt sich dagegen ab.

Als «Stars des Jahres» bezeichnet der Bundesverband Schmuck und Uhren in Pforzheim sanft schimmerndes Rosé- und Rotgold. Das Material erhalte seine rötliche Nuance durch die Legierung mit Kupfer - und habe in viele Kollektionen Einzug erhalten. Auch Weißgold, Silber und Edelstahl finden sich aber - je nach Kollektion opulent oder klar.

Akzente setzt zum Beispiel die Verbindung aus Gold und Bergkristall, fügt Melanie Dummin von der Juwelierkette Christ in Hagen hinzu: «Auch Kombinationen aus Sterlingsilber mit Markasit und Zirkonia sind gefragt.» Rosé- und Rotgold liegen im Trend, sagen auch die Juweliere - «kombiniert mit Naturfarben», so Anja Heiden von der Juwelierkette Wempe in Hamburg. «Und zimtfarbene Brillanten eignen sich hervorragend, um weiche Übergänge zu schaffen.»

Immer beliebter werden sogenannte Bi-Color-Kreationen, etwa Gold-Platin-Kombinationen oder das Farbspiel von Weiß- und Gelbgold. Ein deutlicher Hingucker ist eine Verbindung mit Farbsteinen, etwa mit Aquamarin, Rosenquarz und Amethyst. Viel Rosé und Rotgold, gespickt mit bunten Steinen, zeigt zum Beispiel die Kollektion von Al Coro.

Auch der Hang zu optischer Opulenz ist aber ungebrochen: «Big is beautiful», so lautet offenbar ein Credo. Das unterstreichen zum Beispiel große Cocktailringe, lange Halsketten und breite Armreifen. «Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich auch Zusatz-Schmuckstücke, die kunstvoll an eine Kette drapiert sind und der Freude am Sammeln Vorschub leisten», sagt Alfred Schneider, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Schmuck und Uhren. Durch die eigene Zusammenstellung der Schmuckelemente betonen Träger ihre Individualität.

Kein Schmuckstück gleicht so dem anderen. Sim bietet solche Kombis vor allem in ungewöhnlichen geometrischen Formen und Materialien wie Gold-Silber-Colliers in Trapezform oder in Kombination von Edelmetall und Hartholz. Die Firma Niessing präsentiert bei ihrem «Spannring Collect» jetzt ein Wechselspiel von Gold, Platin und farblich korrespondierenden Brillanten in Gelb- oder Sherry-Tönen.

Bei den Colliers dominieren dekorative Mittelteile, in denen die Schließe verborgen ist. Der geschmückte Hals betont die Eigenheit der Persönlichkeit. Spiralen, Reifen oder Milanaise-Geflechte bilden die Grundlage zum Aufstecken diverser variabler Schmuck-Elemente. Eine neue Zielgruppe haben Perlen gefunden. Früher als Oma-Schmuck belächelt, machen heute dunkel schimmernde Tahitizucht-Perlen Eindruck, so der Bundesverband Schmuck und Uhren - gern in Schokobraun oder Anthrazit.

Individualität und Frische suchen auch die Anhänger des derzeit hippen Labels Thomas Sabo: Spielerisch und romantisch kommen viele Stücke daher, aber auch die Rebellen-Symbolik spielt eine große Rolle. Die Kollektionsneuheiten «Rebel at Heart» oder «Take me Higher» stehen dafür.

Auch das Label Police wendet sich an alle, die mit solchen Symbolen etwas anfangen können. Markanten Edelstahl-Elemente und schwarze Kautschukbänder gibt es da. Und es überrascht nicht, dass die Kollektionen Namen tragen wie «Riot» oder «Venom» - «Aufstand» und «Gift». Letzterer bezeichnet eine Herrenhalskette mit einem Giftzahn-Anhänger aus Edelstahl. Silber steht bei Thomas Sabo im Vordergrund. Das ist kein Wunder, denn nach wie vor ist das edle Metall ein klassisches Einsteiger-Material für die Jugend und für Schmuck-Neulinge.

Aber auch als Basis für elegante Schmuckstücke wird es verwendet. Edel wirkt es pur zum Beispiel bei Chanel, wo Steine in klaren Akzentfarben einen Kontrast zum Silber bilden. Auch Armani bleibt - wie bei der Mode - der schlichten Eleganz mit seinem Schmuck treu, ebenso Calvin Klein, wo klar umrissene Farbflächen das Edelmetall modisch in Szene setzen. Von Andreas Srenk, dpa

dpa-infocom