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Autoexperte Dudenhöffer: Opel droht das Aus

Hamburg - Das Ringen um Milliardenhilfen für den US- Autobauer General Motors sorgt auch bei Opel für Unruhe. Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer warnte vor einer Insolvenz der Opel-Mutter General Motors (GM) «vor oder kurz nach Weihnachten», wenn staatliche Hilfen ausbleiben.

Dies könnte auch Opel in die Insolvenz treiben, mahnte Dudenhöffer. Am Freitag gab es aber neue Hoffnung für GM und die anderen US-Autokonzerne. Nach der Ablehnung des Rettungspakets von 14 Milliarden Dollar im Senat kündigte US-Präsident George W. Bush an, die dringend benötigten Notkredite könnten zunächst auch aus dem Fonds für die Finanzbranche kommen. Unterdessen brach auch bei VW der Absatz ein, der Zulieferer Bosch schickt Zehntausende Mitarbeiter in verlängerte Ferien.

GM und die ehemalige Daimler-Tochter Chrysler brauchen Geld noch im Dezember. Sonst droht die Insolvenz. Die Bundesregierung betonte nach dem «Nein» des US-Senats zu den Hilfen für die GM und Chrysler, weiter zu ihrem Hilfsangebot für Opel zu stehen. Sollte der Rüsselsheimer Autobauer sich melden und offiziell eine staatliche Bürgschaft beantragen, wolle die Regierung schnell und zügig handeln. Noch habe Opel aber nicht signalisiert, dass eine Bundesbürgschaft benötigt werde, betonte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg. Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine forderte schnelle Staatshilfe für Opel in Form eines Notfallplans.

Die Adam Opel GmbH sieht die eigene Situation auch trotz der schwierigen Verhandlungen um die Milliardenhilfe für GM unverändert. Die Verhandlungen mit den europäischen Arbeitnehmervertretern über Kostensenkungen würden fortgesetzt. GM verlangt ein Sparprogramm von 750 Millionen Euro für das kommende Jahr. Der Opel-Betriebsrat hofft vor allem auf die von der Regierung in Aussicht gestellte Bürgschaft in Höhe von einer Milliarde Euro, betonte der Vorsitzende des Europäischen Arbeitnehmerforums, Klaus Franz. Diese werde es dem Autohersteller ermöglichen, weiterhin an Kreditlinien zu kommen.

Die IG Metall und der Betriebsrat planen aber einem Medienbericht zufolge Mitarbeiterbeteiligungen. Die Anteile sollten als Gegenleistung für Beiträge der Belegschaft zur Kostenreduzierung gelten, schreibt das Fachmagazin «auto motor und sport». Auch Händler könnten sich an der 100-prozentigen General Motors-Tochter Adam Opel GmbH beteiligen. Opel-Kreise bestätigten diese Darstellung.

Der Autoexperte Dudenhöffer sagte, dass die diskutierte Bürgschaft der Bundesregierung für Opel bei einer GM-Insolvenz nicht helfen würde. «Da Opel eine 100-prozentige GM-Tochter ist, würde das Geld automatisch in die Insolvenzmasse fließen.» Man könne sich kaum dagegen absichern, dass das Geld nicht nur für Opel eingesetzt werde. Eine Pleite und ein möglicher Konkurs von GM wäre «vergleichbar mit dem Fall Lehman Brothers im Bankenbereich, mahnte Dudenhöffer. Dies werde «eine unkalkulierbare Abwärtsspirale in Gang setzen».

Der Autozulieferer Continental teilte mit, man beobachte die Lage in den USA sehr genau und habe einen Blick auf mögliche Risiken. GM, Chrysler und Ford seien «wichtige Kunden» von Conti, sagte eine Sprecherin in Hannover. Zu möglichen Auswirkungen auf Conti im Falle eines Zusammenbruchs der US-Autobauer wollte sie sich nicht äußern. Für den drittgrößten Zulieferer ZF sind die USA eine «Problemzone», sagte Vorstandschef Hans-Georg Härter. Das Ziel, dort wieder schwarze Zahlen zu schreiben, sei wegen des Absatzeinbruchs der US-Autobauer in weite Ferne gerückt.

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch schickt angesichts der Absatzkrise Zehntausende Mitarbeiter in verlängerte Weihnachtsferien. Im Stammwerk in Stuttgart-Feuerbach stehen die Bänder von 22. Dezember bis 7. Januar komplett still, sagte ein Sprecher am Freitag. Bosch-Chef Franz Fehrenbach kündigte einen Gewinneinbruch in diesem Jahr an.

Bei Europas größtem Autokonzern Volkswagen ist unterdessen der Absatz im November eingebrochen. Die Zahl der Auslieferungen weltweit sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16,5 Prozent auf rund 447 000 Fahrzeuge, wie VW am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Im vierten Quartal stellten die Einbrüche auf dem Weltmarkt auch VW «massiv auf die Probe», sagte Konzernvertriebschef Detlef Wittig.

dpa-infocom



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