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Sparsame Häuser machen sich bezahlt

Berlin Ein Haus zu bauen, das bedeutet heute weit in die Zukunft blicken zu müssen.

Denn in Zeiten steigender Kosten für Energie belastet nicht nur die Hypothek das Budget. Auch die stetig steigenden Energiekosten sollten eingerechnet werden.

Mit dem Bau energieoptimierter Zukunftshäuser lassen sich die Ausgaben für Strom, Heizung und Warmwasser aber zumindest etwas ausbremsen. Die Mehrinvestition in ein Energiesparhaus kann sich schon in wenigen Jahren rechnen. Heute sind nach Angaben des Bundesverbands der Verbraucherzentralen in Berlin Gebäude mit energetischen Standards wirtschaftlich realisierbar, die noch vor wenigen Jahrzehnten unrentable Forschungsobjekte waren.

Bauteile, die beispielsweise noch 1991 für das erste Passivhaus in Deutschland einzeln als Prototypen angefertigt werden mussten, seien heute Serienprodukte. Bei optimaler Konstruktion kann ein Neubau fast ohne Energie für das Heizen auskommen. Auf dem Weg dorthin gibt es unterschiedliche energetische Qualitätsniveaus, die mit Begriffen wie Energiesparhaus, 3-Liter-Haus, EnEV-Haus, Niedrigenergiehaus, KfW-Energiesparhaus 60 oder 40, Passivhaus oder Nullenergiehaus beschrieben werden.

Doch Vorsicht: Längst nicht jedes vermeintliche energieeffiziente Traumhaus verdient die Bezeichnung Energiesparhaus wirklich, warnen Verbraucherschützer. Manche Begriffe seien einfach nur von Werbestrategen erfunden worden. «Hausbezeichnungen mit Literangaben beziehen sich in der Regel auf den Heizöl- oder Gasbedarf eines Hauses», sagt Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) im nordrhein-westfälischen Bad Honnef. Analog zu den Bezeichnungen beim Auto verbraucht beispielsweise ein Drei-Liter-Haus drei Liter Heizöl oder entsprechend Gas pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr.

Neben anbieterspezifischen Bezeichnungen gibt es Haus-Typen, deren Energiestandard klar festgelegt ist. Dazu gehören die Häuser nach den gesetzlichen Bestimmungen der Energieeinsparverordnung und Energiesparhäuser nach KfW-40- oder KfW-60-Standard. Hier wird die wärmetechnische Qualität eines Hauses mit einheitlichen Rechenverfahren ermittelt, erläutert Windscheif.

Errechnet werde bei solchen Häusern der jährliche Bedarf an der sogenannten Primärenergie. Mindest-Baustandard in Deutschland ist das sogenannte EnEV-Haus nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Die EnEV legt fest, wie hoch der Energiebedarf von Neubauten sein darf und welche Mindeststandards bei Sanierungen eingehalten werden müssen.

«Die EnEV soll durch eine Überarbeitung 2009 und 2012 jeweils zu Jahresbeginn verschärft werden», sagt Thomas Kwapich von der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin. Im Schnitt würden die Anforderungen für Neubauten und bestehende Gebäude 2009 um 30 Prozent verschärft.

2012 stehe eine weitere Verschärfung um nochmals 30 Prozent an. Ebenfalls von Januar 2009 an müssen Hausbesitzer bei Neubauten einen Teil ihrer Wärme aus erneuerbaren Energien produzieren - also mit Solarwärmeanlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen.

«Wer keine erneuerbaren Energien nutzen will, muss alternativ sein Haus deutlich besser dämmen, als es die Energieeinsparverordnung vorschreibt», sagt Jens Knissel vom Institut Wohnen und Umwelt in Darmstadt. Dadurch werde ein geringerer Energiebedarf erreicht. «Bauherren sollten die gesetzlichen Vorgaben möglichst unterschreiten und ein KfW-Energiesparhaus 40 bauen», rät Kwapich.

Hinter den Begriffen KfW-Energiesparhaus 60 oder KfW-Energiesparhaus 40 verbergen sich die Förderrichtlinien der KfW Förderbank. Solche Häuser haben einen Jahres-Primär-Energiebedarf von 60 beziehungsweise 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter.

Auch für Passivhäuser liegt vom Passivhausinstitut in Darmstadt eine genaue Definition vor. Nach dieser hat ein Passivhaus einen sogenannten Jahresheizenergiebedarf pro Quadratmeter (m²a) von höchstens 15 kWh. «Beim Bau eines Zukunftshauses sollten Bauherren - wenn es finanziell möglich ist - ein Passivhaus bauen», rät Knissel. Dieses Konzept sei technisch ausgereift und bereits weit verbreitet. Energiesparendes Bauen wird belohnt Die KfW fördert nicht nur den Bau von Energiesparhäusern, sondern auch das ökologische Bauen an sich sowie energetische Altbausanierung und einzelne Modernisierungsmaßnahmen. Die KfW-Darlehen müssen bei der jeweiligen Hausbank beantragt werden. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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