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Kohlblatt statt Schüssel: Tische fantasievoll decken

Köln Nach Jahren mit Buffets und ohne Sitzordnung wird derzeit die aufwendig gedeckte Tafel wiederentdeckt.

Statt Häppchen bekommen die Gäste mehrgängige Menüs serviert, bei denen sich die Augen sattsehen sollen.

Auslöser dieser neuen Tafelfreuden ist nach Ansicht von Experten vor allem das Fernsehen. Auch wenn Ernährungsfachleute immer wieder daran zweifeln, dass die Zuschauer von Kochshows auch selber zum Kochlöffel greifen - in den Haushaltwaren- und Porzellan-Geschäften ist ein gestiegenes kulinarisches Interesse zu spüren.

Solche Sendungen lieferten Verbrauchern Einblicke in andere Haushalte, erläutert Carl Reckers, Vorsitzender des Bundesverbandes für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur (GPK) in Köln. Dadurch würden sie sich nicht nur Gedanken darüber machen, was sie kochen, wenn das nächste Mal Gäste kommen, sondern auch, wie der Tisch gedeckt werden könnte.

«Es gibt immer mehr Leute , die stundenlang in der Küche stehen - die möchten das Ergebnis dann auch ansprechend präsentieren», fasst die Wohnexpertin Eva Barth-Gillhaus aus Meerbusch bei Düsseldorf die derzeitige Lage am Tisch zusammen. Allein mit Tellern, Gläsern und Besteck ist es da nicht mehr getan: Platzteller, Kerzenleuchter und Tischtextilien wie Läufer oder Decken gehören dazu.

All das nicht parat zu haben, sollte niemanden davon abhalten, sich Gäste einzuladen und zu bekochen. «Ersetzen Sie fehlende Schalen durch Kohlblätter. Malen Sie Blumen, statt zum Floristen zu hetzen - und nehmen Sie Basics aus der Speisekammer, bevor Sie mit Kunstschnee, Watte und Glitzerspray experimentieren», rät die Autorin Petra Harms in ihrem Buch «Augenschmaus».

«Perfektion ist nicht alles» , sagt auch die Stardesignerin Patricia Urquiola. Nur einheitliche Teller, Schüsseln, Tassen und Gläser schön ordentlich auf dem Tisch aufzureihen, ist nichts für sie: «Mischen und dadurch für Überraschungen sorgen», lautet das Rezept der gebürtigen Spanierin, die in diesem Jahr unter anderem für das Unternehmen Rosenthal eine Porzellankollektion entworfen hat.

Mit etwas Fantasie kann sich der Tisch zu einer Bühne entwickeln, auf der immer wieder neue Stücke inszeniert werden. Als wichtigste Inspirationsquelle sehen die Experten derzeit die Jahreszeiten: Ob Ostern, Herbst oder Weihnachten - der Tisch werde «saisonaler», so Eva Barth-Gillhaus. Für solche Arrangements bieten die Hersteller etliche Accessoires an. Aber auch ein Blick in die eigenen Schränke kann sich lohnen. Denn ganz normalem Geschirr können mit etwas Fantasie völlig neue Seiten abgewonnen werden.

Für das Weihnachtsmenü entsteht zum Beispiel aus einfachen Zutaten ein Winterwunderland: Zuckerhüte in verschiedenen Größen werden zu eisigen Bergen, Kandis zu Eisbrocken, Puderzucker zu Schnee, und Würfelzucker wird zu Iglus aufgeschichtet. Perfekt wird die frostige Idylle mit winzigen Wintersportlern aus dem Modelleisenbahn-Laden, die die Piste hinuntersausen. Von Sandra Cantzler, dpa

dpa-infocom


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