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Heizkosten sparen mit neuen Thermostatköpfen

Berlin Thermostatventile an Heizkörpern auszutauschen, ist vergleichsweise einfach - und lohnt sich manchmal auch dann, wenn die Köpfe noch nicht defekt sind.

Denn Thermostatventile sind in den vergangenen zehn Jahren erheblich weiterentwickelt worden.

Argument für den Tausch ist laut der Stiftung Warentest in Berlin deshalb auch weniger das «Nachlassen» der alten Thermostate, als vielmehr der technische Fortschritt.

Ein defektes Thermostatventil kann ein Wohnungsbesitzer selbst an folgenden Punkten erkennen:

- Der Handkopf ist auf eine hohe Einstellung, zum Beispiel «4» oder «5» gedreht, dennoch bleibt der Heizkörper recht kühl.

- Trotz einer vergleichsweise niederen Einstellung, zum Beispiel auf «3», ist der Raum überhitzt.

- Der Thermostatkopf lässt sich kaum drehen.

Aber nicht bei allen Problemen mit der Heizung sind die Thermostatventile schuld, heißt es bei der Kampagne «Klima sucht Schutz» in Berlin. Wenn beispielsweise der Heizkörper bei voll aufgedrehtem Ventil nicht warm werde, könne es auch sein, dass der Heizkörper nicht ausreichend mit Wasser versorgt wird. In diesem Fall müsse ein Fachmann an allen Heizkörpern im Haus einen hydraulischen Abgleich vornehmen.

«Ein Austausch von alten Thermostatventilen ist nach zirka 15 Jahren empfehlenswert», rät Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima in St. Augustin bei Bonn. Mechanische Thermostate kosten nach Angaben der Stiftung Warentest 8 bis 17 Euro. Für programmierbare Modelle fallen 40 bis 95 Euro an.

Mechanische Thermostate bestehen aus einem abnehmbaren Thermostatkopf und einem fest installierten Ventilunterteil. «In vielen Fällen reicht zur Modernisierung der Austausch des Thermostatkopfs» sagt Andreas Grundey von der vom Bundesumweltministerium unterstützten Kampagne «Klima sucht Schutz». Das Ventilunterteil könne oft erhalten bleiben.

«Den Thermostatkopf kann eigentlich fast jeder selbst austauschen», meint Grundey. Denn hierzu müsse einfach nur die Verschraubung am Kopf gelöst, der alte Kopf entfernt, der neuen aufgesteckt und wieder angezogen werden.

Thermostatköpfe werden mit zwei Befestigungsarten angeboten: Schnappanschluss oder Schraubmutter. «Deshalb sollte der Heimwerker den alten Thermostatkopf zum Einkauf mitnehmen», rät Renate Ehrnsperger von der Stiftung Warentest. Habe der neue Thermostatkopf die andere Befestigung, brauchen der Heimwerker einen Adapter.

«Alte Thermostatköpfe können von Heimwerkern auch durch elektronische Thermostatventile, die sich bequem programmieren lassen, ausgetauscht werden», sagt Ehrnsperger. Diese regelten die Raumtemperatur nach der Uhrzeit. Richtig programmiert, senken die Thermostate die Temperatur immer dann, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Pünktlich zum Feierabend steige die Temperatur wieder an. Ein weiterer Vorteil: Beim Fensterlüften schließen programmierbare Ventile automatisch, da sie das geöffnete Fenster am plötzlichen Temperaturabfall erkennen. Austausch macht sich schnell bezahlt Rund die Hälfte der etwa 200 Millionen Thermostatventile in Deutschland ist nach Ansicht von Fachleuten technisch veraltet, der Austausch deshalb lohnend: Ersetzen beispielsweise die Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Altbauwohnung ihre mehr als 15 Jahre alten Thermostatventile gegen moderne programmierbare, können sie jährlich 15 Prozent Energie sparen, so der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Bei Anschaffungskosten zwischen 35 und 50 Euro pro Thermostatventil rechne sich das nach ein bis zwei Jahren. Außerdem reduzierten die Wohnungsbesitzer auf diese Weise den Kohlendioxid-Ausstoß um knapp 800 Kilo. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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