IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Bauen & Wohnen     » News     » Mietrecht     » Haushalts-Tipps

Immergrün und Schokolade: Christbaum-Trends

Lauscha «Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter» - wer die neuen Trends beim Christbaumschmuck mitmachen will, kann das in diesem Jahr bei der Weihnachtsdekoration wörtlich nehmen.

So werden die Bäume mit dunkelgrünen Glasbäumchen, hellgrünen Blumen und lemonengrünen Kugeln geschmückt. «Grün am grünen Baum ist pure Eleganz», sagt die Sprecherin der Krebs Glas Lauscha GmbH, Grit Gerlach. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben weltweit führender Hersteller von mundgeblasenem Christbaumschmuck.

Lauscha in Südthüringen gilt als die Wiege des gläsernen Christbaumschmucks. Der Legende nach konnte sich ein armer Glasbläser keine echten Nüsse und Äpfel für seinen Weihnachtsbaum leisten und stellte daher 1847 den ersten gläsernen Christbaumschmuck her. In der DDR waren im VEB Thüringer Glasschmuck 1300 Menschen beschäftigt. Heute ist die Produktion von traditionellem, mundgeblasenem Christbaumschmuck nach Angaben der Kunstglasbläserinnung Broterwerb für rund 1500 Menschen. Rund 50 kleine Firmen rund um Lauscha produzieren die zerbrechlichen Kunstwerke.

Das Verrückteste, das Krebs Glas in diesem Jahr auf den Markt gebracht hat, ist eine 20 000 Euro teure Weihnachtskugel aus zwölfkarätigem Gold und mit 120 Diamanten besetzt. Drei Exemplare hat die Firma produziert und verkauft. Eine wird einen Baum in England schmücken, eine andere wurde nach Russland geliefert. Mit der dritten Kugel ist eine deutsche Handelsfirma auf Tour durch das Land und will sie versteigern. Produziert wird in diesem Jahr nicht mehr. Das Unternehmen nehme jetzt Bestellungen für das Weihnachtsfest 2009 an, sagt Gerlach.

Ein Hit der Saison ist auch «Chocolate Frost», warmes Schokoladenbraun trifft auf kühles Grün. Die Lauschaer Glaskünstler geben noch Schneeweiss und einen Hauch Gold hinzu. Bei den Motiven bedienen sie sich aus allen Kunstrichtungen: Es gibt Kugeln mit Barockbildern oder im Stil der Modern Art. Neu sind laut Gerlach Miniaturen in zwei bis drei Zentimeter Größe. Die kleinen Kugeln und Figuren sollen bereits im Advent Gestecke und Sträucher schmücken oder Geschenkanhänger sein.

Bei Krebs Glas fertigen in der Hauptsaison rund 50 Mitarbeiter etwa zwei Millionen Einzelstücke. Die Hälfte davon geht in den Export, vor allem in die USA, Osteuropa, Japan, Nahost und Australien. Von den 4000 verschiedenen Weihnachtsornamenten wird die Hälfte jedes Jahr durch neue Designs ersetzt. Die Gestalter achten dabei auch auf den unterschiedlichen Geschmack: Die Deutschen lieben meist klassischen Schmuck - dezent, warm und heimelig, sagt Geschäftsführer Michael Krebs.

Die Amerikaner mögen es dagegen bunter, größer und üppiger. Rot, Gold, Silber, Grün und Blau werden gemischt. «In den USA ist der Weihnachtsbaum viel mehr Prestigeobjekt.» Er werde meist schon am ersten Advent aufgestellt und soll zeigen, was man sich leisten kann. Dann hängen auch mal knallbunte Comic-Helden, Spaceshuttles oder Delfine in den Zweigen.

Die Trends für das Weihnachtsfest 2009 liegen in Lauscha bereits in fest verschlossenen Schubladen. «Sie werden bis zur 'Christmas World'-Messe Ende Januar in Frankfurt streng geheim gehalten», sagt Grit Gerlach. Bei den Trends geben Inneneinrichtungen und Bekleidungsindustrie die Richtung vor. Von Grit König, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker

Eventkalender
rz lexikon