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Kopfhörer-Kauf: Probehören statt Preis prüfen

Hamburg Im Wesentlichen gibt es zwei Gründe dafür, zu Hause einen Kopfhörer zu verwenden: Entweder will der Anwender beim Fernsehen oder Musikhören nicht Mitbewohner und Nachbarn belästigen - oder er will selbst von anderen ungestört hören.

Rund 7,7 Millionen Kopfhörer wurden im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft, so die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Frankfurt/Main. Der Durchschnittspreis ist mit 17 Euro nicht hoch. Der Preis sagt aber nicht viel über die Klangeigenschaften des Kopfhörers aus.

Wer bei Joachim Ziemer nach einem Kopfhörer fragt, der erhält eine Gegenfrage: Soll er eher zum Fernsehen oder fürs Musikhören genutzt werden? «TV-Kopfhörer haben zum Beispiel ein längeres Kabel», sagt der Fachberater bei Wiesenhavern, einem Hamburger Geschäft für Unterhaltungselektronik. Zur Ausstattung von TV-Kopfhörern gehört oft auch ein Lautstärkeregler. «Diese Modelle werden oft von älteren Leuten gekauft, die nicht mehr so gut hören können.» Zwischen 30 und 60 Euro koste ein solcher TV-Kopfhörer.

Es kann aber auch jeder Hifi-Kopfhörer beim Fernsehen verwendet werden. Hier sei die Auswahl wesentlich größer, sagt Ziemer. Dabei kommt es vor allem auf zwei Eigenschaften an: Auf den Klang und den Tragekomfort. Beides muss der Käufer selbst beurteilen. «Am besten bringen Sie ihre Lieblings-CD mit und probieren verschiedene Modelle aus», rät Ziemer. Dabei spielt auch der persönliche Musikgeschmack eine Rolle: Wer auf HipHop steht, bevorzugt wahrscheinlich betonte Bässe. Und ein anderer legt möglicherweise viel Wert darauf, dass auch hohe Töne gut wiedergegeben werden.

Zahlreiche Hifi-Kopfhörer kosten zwischen 50 und 100 Euro. Doch allein vom Preis lasse sich nicht auf den Klang schließen, sagt Christine Tantschinez von der Zeitschrift «Audio». In verschiedenen Tests habe sich gezeigt, dass relativ günstige Kopfhörer sogar besser klingen können als teurere Modelle. Die Unterschiede zwischen günstigen und teuren Hörern liegen zunächst einmal hauptsächlich im verwendeten Material und in der Verarbeitung. Bei billigeren Modellen könne es etwa vorkommen, dass die Bügel nicht einwandfrei verarbeitet sind.

Vor allem wer einen recht teuren Kopfhörer gekauft hat, wird sich ärgern, wenn er schon nach kurzer Zeit am Kopf drückt und unbequem ist. «Jeder Mensch hat eine andere Kopfform», sagt Ziemer. Daher ist es wichtig, dass der Kopfhörer passt. Bei den Bügel-Modellen gibt es offene und geschlossene Systeme. Bei Letzteren wird das Ohr von der Muschel des Kopfhörers umschlossen. Hier dringt weniger oder gar kein Ton nach außen. Laut Christine Tantschinez ist der Tragekomfort bei teureren Modellen tendenziell besser.

Funkkopfhörer kann Ziemer nur bedingt empfehlen: «Da knackt es häufig.» Christine Tantschinez liegt in diesem Punkt auf der gleichen Wellenlänge: «Funkkopfhörer rauschen häufig», sagt die Expertin von «Audio». Sie würde solche Modelle nur zum Fernsehen nutzen. Und ein guter Funkkopfhörer sei deutlich teurer als ein kabelgebundenes Modell mit gleicher Klangqualität. Erst Hörer zu Preisen ab rund 200 Euro böten eine gute Rauschunterdrückung.

Gesunde Skepsis ist bei Kopfhörern mit technischen Besonderheiten geboten: Surround-Modelle zum Beispiel sind den Beweis noch schuldig, dass sie Raumklang bieten. In jedem Fall gilt, das Modell vor dem Kauf auszuprobieren. Von Sven Appel, dpa

dpa-infocom


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