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Wird wird das TV digital? Tipps für Einsteiger

Berlin/München Noch nie war Fernsehen so kompliziert wie heute.

Früher gab es das TV-Gerät, eine Antenne und drei Sender. Heute ist die Zahl der Programme viel höher.

Dafür muss sich der Zuschauer oft zunächst ausführlich damit auseinandersetzen, wie er sie empfangen möchte oder kann. Potenziell zur Auswahl stehen DVB-T, Kabel, Satellit analog und digital sowie IPTV über den DSL-Anschluss.

Laut dem Branchenverband BITKOM in Berlin empfangen 45 Prozent der deutschen Haushalte (17,5 Millionen) Fernsehen digital. Zunächst bedeutet Digital-TV, dass die analogen Bild- und Tonsignale in digitale Daten umgewandelt werden. Meist bringt das ein besseres Bild mit sich - das hängt allerdings auch vom Übertragungsweg ab.

Die meisten Digital-Gucker nutzen eine Satellitenanlage. Wer vom analogen auf digitalen Sat-Empfang aufrüstet, bekomme in der Regel ein besseres Bild, sagt Klaus Merkel vom Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München. Neben einer Schüssel benötigt der Nutzer für das Satelliten-Fernsehen eine Set-Top-Box, auch Receiver genannt.

Von einem Umstieg vom analogen auf den digitalen Kabelempfang dürfen sich Anwender eine Bildverbesserung vor allem bei den großen Sendern erhoffen. Es gibt laut Merkel aber auch Sender, deren Bild bei Digital-Übertragung via Kabel im Einzelfall sogar schlechter ist.

Die Anschaffungskosten sind für den Sat-Empfang am höchsten. Dafür fallen im Betrieb keine Ausgaben an, so Hannes Rügheimer von der Zeitschrift «Video Home Vision». Auch beim digitalen Kabel-Empfang muss eine Set-Top-Box her: ein DVB-C-Receiver. DVB-C steht für Digital Video Broadcasting Cable: digitale Bildübertragung via Kabel. Die Kürzel für digitales Satelliten-TV und digitales Fernsehen über Antenne sind entsprechend DVB-S und DVB-T.

Was der Verbraucher beim Digital-TV bedenken muss: «Er benötigt für jeden angeschlossenen Fernseher eine eigene Set-Top-Box», sagt Klaus Merkel. Wer Bezahlsender wie Premiere oder Arena-TV sehen will, braucht Geräte, die vom Sender bereitgestellte Smartcards annehmen.

Was die Bildqualität angeht , klafft eine Lücke zwischen DVB-C und DVB-S einerseits sowie DVB-T andererseits. Bei Kabel und Sat ist die Qualität besser. Bei DVB-T unterscheidet sie sich auch von Sender zu Sender: Kommen etwa ARD, ZDF und die großen Privaten mit meist guten Bildern daher, macht der Empfang der Dritten oft keinen Spaß.

In Sachen Kosten liegt DVB-T aber vorn: Neue Fernseher haben fast alle einen Empfänger, so dass nur noch eine kleine Antenne gekauft werden muss. Oder man nutzt die Gemeinschaftsantenne, wenn vorhanden. Bis Ende dieses Jahres sollen 90 Prozent der Bundesbürger DVB-T empfangen können.

Dem Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA zufolge haben in Deutschland 19,6 Millionen Haushalte einen Kabel-Anschluss. Davon empfangen 4,1 Millionen digital. Wer schon einen Analog-Anschluss hat, braucht für den digitalen Empfang eigentlich nur einen Digital-Receiver. «Beim digitalen Kabelanschluss gibt es allerdings das Problem der Grundverschlüsselung», so Merkel: Sender, die nicht zu ARD, ZDF & Co. gehören, werden meist verschlüsselt übertragen. Für das Entschlüsseln muss neben dem Receiver eine Smartcard vom Netzbetreiber her.

Fernsehen kann auch über einen breitbandigen Internetanschluss empfangen werden. T-Home oder Alice zum Beispiel bieten ihren DSL-Kunden das IPTV gegen Aufpreis an. Eine Set-Top-Box dafür erhalten die Anwender vom Provider. Noch wird IPTV aber von recht wenigen Verbrauchern genutzt. Von Sven Appel, dpa

dpa-infocom


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