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Nur keine Panik - Vogelspinnen für das Terrarium

Großbottwar/Wiesbaden (dpa/tmn) - Spitze Schreie, der Griff nach dem Schuh oder gleich die Flucht - Reaktionen auf Spinnen fallen normalerweise alles andere als freundlich aus.

Es gibt aber auch Menschen, die bei den Krabbeltieren nicht nur in Verzückung geraten. Sie halten sie sich sogar als Haustiere. «Zwar sind darunter auch Arten wie Taranteln oder die Schwarze Witwe», sagt Volker von Wirth, Autor aus Großbottwar bei Ludwigsburg. «In fast allen Terrarien hierzulande befinden sich aber verschiedene Arten der Vogelspinne.»

Unter den aus den Tropen und Subtropen stammenden Vogelspinnen gibt es Arten, die auf Bäumen, andere die auf dem Boden und solche, die unterirdisch in Röhren leben, erläutert Klaus Oechsner vom Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF) in Wiesbaden. Wichtig sei, die Tiere einzeln zu halten: «Sie sind Kannibalen und würden sich gegenseitig fressen.»

Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz aus Bramsche sollten im Terrarium einer Vogelspinne, die sonst im Baum lebt, Äste sein, zwischen denen sie ihre Wohnröhren bauen kann. Unterirdisch lebende Spinnen brauchen 15 Zentimeter Grund aus Blumen- oder Lehmerde, in den Wohnröhren etwa aus Korkstücken eingegraben werden. Auf dem Boden lebende Arten brauchen einen Grund aus unbehandelter Blumenerde oder Torf-Sand-Gemisch - zehn Zentimeter hoch. «Den Tieren sollte man dort Versteckmöglichkeiten etwa durch nicht scharfkantige Steine, Rindenstücke oder eine halbe Kokosnuss bieten», so Oechsner.

Bei Vogelspinnen mittlerer Größe sollte das Terrarium mindestens 30 Zentimeter breit, 20 tief und 20 hoch sein, sagt von Wirth, der auch Zweiter Vorsitzender der Deutschen Arachnologischen Gesellschaft in Euskirchen ist. Für ursprünglich in Bäumen lebende Tiere müsse das Terrarium noch etwas höher sein. «Die Spinnen sollten keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden», so Oechsner. Sonst könnten sie einen Hitzschlag bekommen. Für viele Arten seien Temperaturen von 25 bis 30 Grad angemessen.

Neben einem Thermometer gehört ein Hygrometer, ein Messgerät für die Luftfeuchtigkeit, ins Terrarium. Nach Angaben der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz muss das Klima auf die Verhältnisse im «Herkunftsbiotop» eingestellt werden. Die meisten Arten brauchen 60 bis 70 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Das Reinigen eines Terrariums macht kaum Mühe. «Man sollte es höchstens einmal im Jahr, also möglichst selten komplett reinigen, weil das die Tiere stört und nervös macht», sagt von Wirth. Kot und Futterreste gehören aber regelmäßig entfernt. Gefüttert werden muss auch nicht oft. «Etwa einmal in der Woche ist meist ausreichend», sagt Oechsner. Futtertiere sind Heimchen oder Grillen.

Es gebe zwar Spinnen, die dem Washingtoner Artenschutzabkommen unterliegen, sagt von Wirth. Im Großen und Ganzen seien Handel und Haltung in Deutschland aber nicht mit Einschränkungen verbunden. Im Zoofachhandel, auf Börsen und beim Züchter erhältliche Vogelspinnen seien meist Nachzuchten. «Meist werden weibliche Exemplare angeboten, weil sie durchschnittlich eine höhere Lebensdauer haben und bis zu 30 Jahre alt werden können.» Die Preise beginnen bei einem bis 2 Euro für Babys herkömmlicher Arten und steigen auf mehr als 500 Euro.

Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz: www.tierschutz-tvt.de

Deutsche Arachnologische Gesellschaft: www.dearge.de Von Aliki Nassoufis, dpa

dpa-infocom


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