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Zu Besuch mit dem Hund: Chaos vermeiden

Dortmund/Bonn Vielleicht ist das Maß schon voll, wenn der Hund sein nasses Fell auf dem weißen Teppich ausschüttelt.

Doch spätestens, wenn er übers Büfett herfällt, dürfte feststehen: Hier wird es etwas dauern bis zur nächsten Einladung.

Wer als Halter solche Situationen vermeiden will, wenn er mit Hund zu Besuch bei Freunden, Bekannten oder Verwandten ist, beugt besser vor - und ist vor Ort möglichst aufmerksam.

«Es kann auch sein, dass der Hund in den Garten geht, den Nachbarn sieht und meint, der hätte da nix zu suchen», sagt Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) in Dortmund. Oder aber, er hebt an der teuren Vase sein Bein. «Es gibt viele Fettnäpfchen, in die ein Hund während eines Besuchs treten kann» - und mit ihm mehr oder weniger unweigerlich auch sein Besitzer.

Ehe dieser auch nur daran denkt , seinen Schützling zu anderen Menschen mitzunehmen, muss er sich sicher sein, dass er ihn unter Kontrolle hat. «Der Hund sollte auf jeden Fall Grundkommandos wie 'Sitz' und 'Platz' beherrschen», so Katrin Umlauf, Verhaltensbiologin beim Deutschen Tierschutzbund in Bonn. Und stubenrein muss er sein.

Der Hund muss nicht unbedingt Chaos verursachen: Manche Gastgeber stören sich schon an Kleinigkeiten - durchaus nachvollziehbar, es ist schließlich nicht jeder Mensch ein Tierfreund. Daher fragt der Halter vor dem Besuchstermin besser immer, ob der Vierbeiner willkommen ist - vor allem bei Leuten, die er noch nicht so gut kennt.

Vielleicht hat ein Familienmitglied ja panische Angst vor Hunden - die das unter Umständen ausnutzen, um den Betreffenden umso heftiger anzubellen. Oder die Gastgeber haben Katzen. «Selbst der zu Hause katzenfreundlichste Hund kann bei einer ihm fremden Katze Probleme machen», warnt Martina Schnell von der Organisation Vier Pfoten in Hamburg.

In einer für ihn neuen Umgebung schnüffelt jeder Hund erstmal neugierig umher. Das wird er mit weniger Elan tun, wenn der Halter ihn vorher gefordert hat. «Am besten, man macht einen ausgiebigen Spaziergang, bei dem er spielen und schnuppern kann», rät Schnell. Außerdem sind Hunde ausgeglichener, nachdem sie gefressen haben.

Udo Kopernik warnt aber davor , es bei letzterem zu übertreiben: «Bei Aufregung in der fremden Umgebung könnte das die Verdauung zu sehr befördern» - womöglich mit einem Alptraum für alle Beteiligten als Folge. Aber auch ein Hund, der ganz normal zu fressen bekommen hat, muss zwischendurch ein- oder auch mehrere Male raus - das darf der Halter auch über Kaffee und Kuchen nicht vergessen.

Beim Gastgeber angekommen, wird gleich gefragt, wo in der Wohnung oder im Garten sich der Vierbeiner aufhalten darf und wo eher nicht. Zimmer von Kleinkindern oder die Ecke mit dem Kaninchenstall werden sicher Sperrzonen sein. Und der Halter muss darauf achten, dass sie das auch bleiben.

Je nach Hund klappt das am besten , wenn die Leine dran bleibt. Zudem bekommt der Vierbeiner ein Plätzchen zugewiesen - am besten auf einer mitgebrachten Decke, vielleicht mit einem vertrauten Spielzeug in Reichweite und vor allem in der Nähe des Halters. «Dann fühlt er sich sicherer und kontrollierter», erklärt Katrin Umlauf.

Auch wenn es vorher Futter gegeben hat - frisches Wasser sollte der Hund immer zur Verfügung haben. «Den Napf würde ich von zu Hause mitnehmen, es will den Hund vielleicht nicht jeder Gastgeber von einem Teller trinken lassen», rät Umlauf. Je nachdem, wie lange der Besuch dauert, steht eine erneute Fütterung an - am besten zur üblichen Zeit, auch das sorgt für Ausgeglichenheit.

Vielleicht wollen auch die Gastgeber dem treuherzig guckenden Hund etwas geben - womöglich vom Tisch. «Das sollte man nicht zulassen, denn es kann die Erziehung zu Nichte machen», sagt Martina Schnell. Und vor allem Menschen, die der Hund noch nicht kennt, muss man unter Umständen darauf hinweisen, ihm erstmal nicht zu enthusiastisch zu begegnen: «Es gibt Hunde, die sich nicht gern von Fremden anfassen lassen und dann bellen, knurren oder sogar zuschnappen.»

Nicht zuletzt gilt auch: Je ruhiger sich der Halter verhält, desto ruhiger ist der Hund. Das heißt freilich nicht, dass Lachen verboten ist. Aber auf eine große Wohnungsbesichtigung wird vielleicht besser verzichtet, rät Schnell. «Es wird kaum einen Hund geben, der am Platz bleibt, wenn der Halter ständig umhergeht.» Verhält er sich dagegen brav, ist die Chance umso höher, dass die nächste Einladung nicht lange auf sich warten lässt. Von Florian Oertel, dpa

dpa-infocom


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