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Deutsche Schwimmer mit Staffel-Bronze am 2. EM-Tag

Rijeka Bronzemedaille nach einem Eklat: Die deutschen Schwimmer haben bei der Kurzbahn-Europameisterschaft in Rijeka nur durch Rang drei der Freistil-Staffel einen «Schwarzen Freitag» vermieden.

Während die Konkurrenz weiter auf Rekordjagd ging, eskalierte im deutschen Team der Krach um die High-Tech-Anzüge, in denen die Konkurrenz drei Welt- und fünf Europarekorde unterbot. Immerhin wurde die 4x50-Meter-Lagenstaffel der Frauen Dritte, doch das Quartett hatte gegen die Weltbestzeit schwimmenden Niederländerinnen keine Chance. Titelverteidiger Thomas Rupprath verlor seinen Europarekord über 50 Meter Rücken schon im Halbfinale an Lubos Krizko (Slowakei) und belegte im Endlauf Platz fünf. Aus Protest gegen das überlegene Material der Konkurrenz waren sowohl der Rostocker als auch Helge Meeuw (Frankfurt/Main/8.) nur in Badehosen geschwommen.

«Wir wollten ein Zeichen setzen. Das geht uns auf den Keks, das ist Wettbewerbsverzerrung», sagte Meeuw, wollte dies aber nicht als Kritik am deutschen Ausrüster verstanden wissen. «Das war nicht mit uns abgesprochen, aber sie sind in adidas geschwommen, von daher gibt es kein Problem», lautete der süffisante Kommentar von Sportdirektor Lutz Buschkow.

Die Italienerin Alessia Filippi verbesserte über 800 Meter Freistil in 8:04,53 Minuten ebenso den Weltrekord wie Amaury Leveaux über die 100 Meter (45,12 Sekunden). Für weitere Europarekorde sorgten die Gewinner Igor Borysik (Ukraine) in 57,33 Sekunden über 100 Meter Brust, Sanja Jovanovioc (Kroatien/56,87) über 100 Meter Rücken, über 100 Meter Schmetterling der Serbe Milorad Cavic (49,19) sowie über die halb so lange Distanz Hinkelien Schreuder (Niederlande/25,21).

Weil er um seine Konkurrenzfähigkeit fürchtet, will 400-Meter- Europameister Paul Biedermann den Ausrüster des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nicht mehr akzeptieren. «Ich werde die WM in Rom nicht in adidas schwimmen, das steht für mich fest», sagte er. Der 22-Jährige aus Halle/Saale plädierte wie andere Teammitglieder für eine freie Anzug-Wahl. DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow verwies auf den bis Ende 2009 laufenden Vertrag und betonte: «Der DSV hält sich daran.» Alle Schwimmer sind bei EM, WM oder Olympia vertraglich an den offiziellen Ausrüster gebunden.

Schon bei der Anreise hatte es Ärger um die Ausrüstung gegeben. Die DSV-Schwimmer erhielten nach Problemen mit dem kroatischen Zoll ihre Anzüge erst unmittelbar vor EM-Beginn. Zudem fehlte weitere Ausrüstung. «Viele von uns haben nicht einmal einen Anzug oder ein T-Shirt. Das ist natürlich extrem peinlich und frustrierend», sagte Biedermann dem ARD-Hörfunk.

Rupprath verpasste über 50 Meter Rücken seinen achten Titel über diese Strecke seit 1998 und seine 58. Medaille bei einem internationalen Großereignis. Der 31-Jährige hatte bereits vor seinem spektakulären Final-Auftritt in Badehose den Anzugzwang kritisiert. Die Freistil-Staffel der Frauen schlug als Vorlaufschnellste im Finale als Dritte an. Dorothea Brandt (Neukölln), Petra Dallmann (Heidelberg), Lisa Vitting (Mülheim/Ruhr) und Daniela Schreiber (Halle/Saale) kamen nach 4 x 50 Metern in 1:38,06 Minuten ins Ziel, über vier Sekunden hinter Sieger Niederlande (1:33,80).

Über 100 Meter Freistil erreichte Steffen Deibler (Hamburg) als Achter in 47,74 Sekunden das Finale. Biedermann, der den Wettbewerb als besseres Training für seine Spezialstrecke 200 Meter nahm, verpasste in persönlicher Bestzeit von 47,80 als Neunter den Endlauf nur knapp. Die erst 16-jährige Theresa Michalak (Halle/Saale) scheiterte im Halbfinale über 100 Meter Lagen.

Weitere EM-Titel sicherten sich Dinko Jukic (Österreich) über 400 Meter Lagen, Alena Alexewa (Russland/200 Meter Brust), Marleen Veldhuis (Niederlande/100 Meter Freistil) und Stanislaw Donez (Russland/50 Meter Rücken).

dpa-infocom


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