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George Michael tut Gutes

Hamburg - George Michael (45) hat ein gutes Herz. Obwohl er im Sommer noch verkündet hatte, es ins Zukunft etwas ruhiger angehen zu lassen, hat er nach «Last Christmas» einen neuen Weihnachtssong aufgenommen. Und den soll es auch noch zu Umsonst-Herunterladen im Internet geben.

«Ich bin der Ansicht, dass Popmusik eine Sache der Jugend ist. Sie sollte nicht zu einem Durchhaltetest ausarten», sagte der Sänger der BBC. Im August hatte er seine seit 2006 laufende Welttournee mit zwei großen Konzerten in London beendet. Danach wollte er sich mit neuer Energie um Dinge jenseits der Musik kümmern. Ans komplette Aufhören soll der Sohn griechischer Einwanderer, der eigentlich Georgios Kyriacos Panayiotou heißt, allerdings nicht denken.

Zur Musik kam er eher auf ungewöhnliche Weise: Ein Schlag auf den Kopf sei es gewesen, offenbarte er. Vor dem Unfall sei er mehr am Sammeln «gruseliger Krabbeltierchen» interessiert gewesen, sagte der ehemalige Wham!-Sänger. «Mit acht Jahren hatte ich eine Verletzung am Kopf. Ich weiß, es klingt bizarr, aber es war ein ziemlicher Schlag, und all meine Interessen änderten sich in dieser Zeit.» Zuvor sei er von Insekten «besessen» gewesen und sei jeden Morgen um fünf Uhr aufgestanden, um die Tiere auf einem Feld einzusammeln. Nach der Verletzung habe er sich komplett der Musik zugewandt.

In den achtziger Jahren wurde George Michael zunächst als Teil des Duos «Wham!» («Wake Me Up Before You Go-Go») und später als Solo- Künstler («I Want Your Sex») weltweit zum Star und verkaufte weit über 85 Millionen Alben. Daneben sorgte er mit einigen «Aussetzern» allerdings immer wieder auch für peinliche Schlagzeilen.

1998 erregte er weltweit Aufmerksamkeit, als er in Los Angeles wegen einer «unanständigen Handlung» in einer öffentlichen Herrentoilette verhaftet wurde. Seitdem steht der Frauenschwarm offen zu seiner Homosexualität.

Die Negativschlagzeilen häuften sich, fast immer waren Drogen mit im Spiel: Mal wurde er schlafend in seinem Auto in einer Straße am Hyde Park entdeckt - «keiner bekam ihn wach», beschrieb ein Polizist den Vorfall - , mal wurde er an einer Kreuzung im Norden Londons zusammengesackt hinter dem Steuer aufgegriffen.

Seiner Popularität aber tat dies keinen Abbruch: Als er im Rahmen seiner Jubiläumstour «25 LIVE», die an den Beginn seiner Karriere erinnert, im Oktober 2006 sein Auftakt-Konzert in Stuttgart gab, waren 12 000 Fans in der Schleyerhalle hellauf begeistert. Bei einem Mix aus flotten Disco-Hits und langsamen Liebesballaden wurde die Rückkehr des Pop-Idols der 80er und 90er Jahre gefeiert. Mit Songs wie «Outside» und «Everything She Wants» verwandelte der Star die Halle zeitweilig in eine riesige Diskothek.

dpa-infocom