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Paul McCartney hat ein gutes Herz

Hamburg - Schluss mit «Lonely Nights» für Paul McCartney: Fünf Monaten nach der Scheidung des Ex-Beatles ist seine neue Freundin Nancy Shevell im Oktober bei ihm eingezogen.

Die Amerikanerin habe sowieso schon fast jedes Wochenende auf dem Landsitz des 66-Jährigen in der südostenglischen Grafschaft East Sussex verbracht, berichtete die Zeitung «The Sun».

Dann habe der Musiker dann seine Nancy gefragt, ob sie auf Dauer mit ihm zusammenwohnen wolle. Die 47 Jahre alte Amerikanerin wird nun nach Angaben der Zeitung zwischen ihrer Heimat und Großbritannien pendeln. Allerdings muss auch sie sich dann mit den Wildschweinen auf dem Landsitz ihres Freundes abfinden. Die will McCartney von dort nämlich nicht vertreiben.

Die Schlagzeilen der vergangenen Monate waren fast durchgängig positiv für Paul McCartney. Vielleicht beginnt für den Ex-Beatle nach der Scheidung von seiner zweiten, 26 Jahre jüngeren Frau Heather Mills im März nun ein entspannterer Lebensabschnitt.

Musikalisch scheint er voll auf der Höhe. In Kiew gab er im Sommer das erste Gratis-Gastspiel unter freiem Himmel in seiner Karriere - und begeisterte rund 300 000 Menschen zugunsten der Krebsvorsorge. Ein ernster Anlass, der ihn auch persönlich berührt haben wird, denn seine Traumfrau Linda war vor 10 Jahren an Brustkrebs gestorben. Trotzdem vermochte er zu scherzen: «Zuvor kannte ich von dem Land nur das Gericht "Hühnchen Kiew"», gestand McCartney dem ukrainischen Magazin «Fokus».

Wenige Wochen vorher spielte er vor immerhin rund 36 000 Fans in der Heimatstadt der Beatles. Anlass war die Tatsache, dass Liverpool in diesem Jahr Kulturhauptstadt ist. In den USA erhielt Paul McCartney im Mai gar die höchste Auszeichnung der renommierten Yale-Universität: den Ehrendoktor. Universitätspräsident Richard Levin würdigte ihn mit den Worten: «Ihre Songs haben eine ganze Generation wachgerufen und dem Rock, Roll, Rhythm & Blues einen neuen, frischen Klang gegeben.»

Als er im vergangenen Jahr im hippen Londoner Szene-Viertel Camden ein binnen weniger Minuten ausverkauftes Geheimkonzert gab, spielte er neben alten Hits wie «Lady Madonna», «Back in the USSR», «The Long and Winding Road» und «Get Back» bis hin zu «Let It Be» und «Hey Jude» auch Songs seines neuen, nunmehr 21. Soloalbums «Memory Almost Full».

Zu dem Titel, erzählte Sir Paul dem «Guardian», sei er durch eine Warnmitteilung seines Mobiltelefons inspiriert worden. Die wies ihn darauf hin, dass der digitale Speicher voll sei. «Ich fand, das war irgendwie symbolisch für das Leben. Man nimmt derart viele Informationen auf, dass man einiges löschen müsste, um noch mit allem fertig zu werden.»

Weil das zwar mit Mobiltelefonen , aber nicht mit Gehirnen geht, versucht McCartney, wenn es ihm schlecht geht in «guten Erinnerungen zu baden». «An die Beatles oder die Wings oder daran, wie ich schon als Teenager John (Lennon) kannte, wie ich George (Harrison) an einer Bushaltestelle traf oder wie ich Linda zum ersten Mal sah.»

Die New Yorker Fotografin Linda Eastman war die Liebe seines Lebens. Keine andere Frau hat ihn nur annähernd so beeinflusst wie sie. Aus Liebe zu Linda, die er 1969 heiratete und mit der er die drei Kinder Mary, Stella und James bekam, wurde McCartney Vegetarier. Und die Liebe stand auch Pate, als er ihr nach der Trennung der Beatles 1970 das Klavierspielen beibrachte und sie in seine Band Wings aufnahm - obwohl so mancher ihr musikalisches Talent in Zweifel zog.

Bis heute hat McCartney Lindas Krebstod mit 56 Jahren nicht wirklich verwunden. Immerhin habe ihm seine Musik in schlimmen Zeiten Trost gespendet, sagte McCartney dem Obdachlosen-Magazin «The Big Issue», dessen Verkauf er - ähnlich wie vorher schon andere Stars - mit einem Exklusivinterview unterstützte. «Musik ist die Retterin..., meine Gitarre ist meine Heilpraktikerin.»

dpa-infocom