IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Reise   » News  » Deutschland  » Gesundheit  » Katalog  » Recht  » Traumziele  » Tipps  » Galerie

Basel hat im Advent seinen besonderen Charme

Basel Dort, wo der Rhein zum Strom wird, liegt eine Stadt voller Überraschungen: Basel bietet das ganze Jahr über ein vielfältiges Angebot an Kunst und Kultur und eine der am besten erhaltenen Altstädte Europas.

Einen ganz besonderen Charme entfaltet sie in der Vorweihnachtszeit, wenn ihre Gassen von Lichterglanz erfüllt sind. Die Weihnachtszeit beginnt in jedem Jahr mit der Ouvertüre auf dem Marktplatz: «Immer am Dienstag vor dem ersten Advent wird die Basler Weihnacht genau um 18.30 Uhr von der Regierungspräsidentin offiziell eröffnet», erzählt Stadtführerin Bea Lippuner. «Und die Illumination der festlich geschmückten Innenstadt und der über 100 Weihnachtsbäume wird dann einschaltet.» Einleuchten nennen die Basler dieses Spektakel.

Zur gleichen Zeit eröffnet der Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der Schweizer Bundesbahn. Am Wochenende darauf kehrt dann auch rund um den Barfüsserplatz Feststimmung ein. Mehr als 130 Buden werden aufgebaut, in denen Händler und Kunsthandwerker ihre Waren anbieten: Holzfiguren, Zinnwaren, Kerzen, Keramikartikel und Weihnachtsschmuck. «Bei der Vergabe der Lizenzen wird streng darauf geachtet, dass der weihnachtliche Charakter des Marktes gewahrt bleibt», erklärt Lippuner.

Beliebt sind die bunten Weihnachtskugeln, auf denen das Rathaus oder das Münster zu sehen sind. Auch Glühwein, Zuckerwatte, Waffeln oder herzhaften Grillwürste gibt es. Eine Spezialität sind die Basler Läckerli. Bereits seit dem 14. Jahrhundert stellten die Lebküchner das Honigkuchengebäck her. Verwendung finden Zutaten wie Mehl, Honig, Mandeln, Haselnüsse, Orangeat, Zitronat, spezielle Gewürze und etwas Kirschwasser. Die genaue Zubereitung gilt als Geheimnis.

Stolz sind die Basler auf die vermutlich längste Weihnachtsstraße Europas. Sie beginnt am Aeschenplatz und führt zunächst die Freie Straße hinunter. Gleich um die Ecke liegt der Weihnachtsmarkt auf dem Barfüsserplatz. Weiter geht es auf der von Geschäften mit weihnachtlich dekorierten Schaufenstern gesäumten Bummelmeile durch die Eisengasse über die mittlere Brücke bis zum Messeplatz, wo ein mächtiger Weihnachtsbaum den krönenden Abschluss bildet. Am Silbernen (14. Dezember) und am Goldenen Sonntag (21. Dezember) haben die Geschäfte zusätzlich von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Immer viel Betrieb herrscht im Weihnachtshaus von Johann Wanner. Es ist ein Paradies für Weihnachtsfreunde und Christbaumfans aus aller Welt. «Seinen Laden betritt man als Kunde, hinaus schwebt man als Engel», sagt ein Stammkunde über das Geschäft mitten in der Basler Altstadt. Wanner hat den Weihnachtsbaum zum Kunstobjekt erhoben und begeistert mit seinem üppig-feierlichen Christbaumdesign Kunden in aller Welt.

Der Vatikan zählt ebenso dazu wie das Weiße Haus und einige europäische Fürstenhäuser. Wert legt Wanner darauf, dass jeder in sein Geschäft kommen kann. Bei einem Baum von 1,50 Meter Höhe sind im Schnitt 300 Euro fällig. Es geht billiger, aber auch sehr viel teurer. Sein Tipp für den perfekt geschmückten Baum ist eine Mischung roter und rosafarbener Kugeln mit weißen Punkten.

Ein besonderes Erlebnis ist der «Harley Niggi-Näggi»: Rund 50 «Santichläuse» brummen am Nikolaustag mit ihren bunt geschmückten und mit kleinen Lichtern behängten Harleys von Kleinbasel durch die Innenstadt, bestaunt von Tausenden Passanten. Am Marktplatz, wo die Biker halten, herrscht großes Gedränge. Während der Papa wissen möchte, was denn so eine schwere Maschine kostet, will der Kleine an seiner Hand nur sein Versli aufsagen, um seine süße Belohnung zu bekommen. «Jedes Jahr kommen mehr Leute zu unserem Event, bei dem wir Geld für kranke Kinder in Spitälern sammeln», sagt der Organisator Robert Jorysch.

Zu einer Tradition ist das Basler Wunschbuch geworden. Es liegt im Innenhof des historischen Rathauses aus, um all das in sich aufzunehmen, was sich die Basler und ihre Gäste aus aller Welt in der Adventszeit wünschen. Bis über den Jahreswechsel hinaus füllt es sich mit privaten Gedanken, Wunschzetteln an den Weihnachtsmann, mit Hoffnungen auf Frieden, Liebe und Gesundheit. Die Eintragungen werden von anderen gelesen und ergänzt - und auch nach Weihnachten, wenn das Buch wieder verschwindet, bei manchen noch nicht gleich vergessen.

Informationen: Basel Tourismus, Aeschenvorstadt 36, CH-4010 Basel, Telefon von Deutschland: 0041/612/68 68 68

Basel Tourismus: www.basel. com

Tourismusinformationen zur Schweiz: www.MySwitzerland.com Von Detlef Berg, dpa

dpa-infocom