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Labskaus ist nicht jedermanns Sache

Kiel Labskaus ist nicht jedermanns Sache. Der rosa Brei, der meist mit Gurken, Rollmops und einem Spiegelei garniert auf den Tisch kommt, «wird von den Einen geliebt und von den Anderen gefürchtet», beobachtet Wolfgang Götze.

Er betreut im schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministerium in Kiel die Initiative «Schleswig-Holstein is(s)t lecker» und weiß: «Der optische Eindruck weckt bei vielen Menschen eine Abwehrhaltung.» In der Küstenküche zählt Labskaus allerdings zu den Traditionsgerichten.

Bei Labskaus werden Kartoffeln , gepökeltes Rindfleisch, Zwiebeln, Rote Beete, Gewürze und Brühe zu einem Brei verkocht. Lange Zeit nur Hausmannskost und in der gutbürgerlichen Küche zu finden, steht das Gericht inzwischen auch auf den Karten gehobener Restaurants. Gerne zubereitet werde die deftige Speise von Niedersachsen bis Mecklenburg überall an Nord- und Ostsee, und zwar «bis etwa 100 Kilometer Entfernung zum Meer auch im Landesinneren», sagt Götze. Früher ein Ganzjahresgericht, wird Labskaus heute «vor allem in der kalten Jahreszeit serviert».

Entstanden ist das rustikale Gericht in der Zeit um 1700, als Seefahrer die gut lagerfähigen Zutaten mit auf ihre Reisen nahmen. «Damals wurde Fleisch für immer mehr Menschen verfügbar», erklärt Götze. Und wie früher heißt es vor dem Griff zur Gabel in norddeutschen Gaststuben auch heute noch «Mohltied».

dpa-infocom