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Von Syrien bis Dubai: Islamische Länder legen zu

München/Kiel Reiseziele in islamischen Ländern haben schwierige Jahre hinter sich.

Aber sie sind spürbar im Aufwind. Etliche der größeren deutschen Veranstalter räumen ihnen in den Katalogen für 2009 mehr Platz ein.

Manche Länder sind dort erstmals zu finden, einige wie Algerien oder der Libanon nach langer Zeit wieder. Für andere wie die Klassiker Ägypten oder Marokko werden die Angebote ausgeweitet. Und selbst wegen der Sicherheitslage schwierige Ziele wie den Libanon oder den Jemen gibt es in den Katalogen.

Prof. Rainer Hartmann wundert das Interesse an islamischen Ländern nicht: Orientalische Länder wie der Jemen, der zum Beispiel bei Dr. Tigges im Katalog ist, seien einerseits Fernreiseziele, andererseits gut zu erreichen. «Und sie bieten ein maximal exotisches Erlebnis», erklärt der Tourismusexperte von der Hochschule Bremen.

Hinzu kommt, dass die Veranstalter stets auf der Suche nach neuen Zielen sind und dabei zum Beispiel die Vereinigten Arabischen Emirate entdeckt haben: «Dubai wird stark vermarktet. Und das hat dann eine Sogwirkung auf andere islamische Länder», sagt Hartmann. Öger Tours beispielsweise hat Ägypten in die Sommerkataloge genommen. Marco Polo hat wegen der großen Nachfrage das Angebot an Reisen in den Nahen Osten, vor allem nach Syrien und Jordanien, ausgebaut.

Auch Studiosus zählt die islamischen Länder zu den «Gewinnern des Jahres 2008»: Eine um mehr als die Hälfte gestiegene Nachfrage verzeichnete der Veranstalter aus München für Ägypten. Für Syrien und Jordanien gab es knapp 3200 Buchungen - dreimal so viele wie im Jahr davor. Und auch Marokko, der Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate haben noch einmal zugelegt. Studiosus-Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch geht davon aus, dass sich der Trend 2009 fortsetzt.

Neu im Programm des Veranstalters ist Saudi-Arabien. Es fehlt dagegen der Libanon. Das ist bei Biblische Reisen anders: Der Veranstalter aus Stuttgart hat das Land für 2009 erstmals nach längerer Pause wieder in den Katalog genommen - genau wie Algerien.

Gebeco aus Kiel hat den Iran genauso im Programm wie zum Beispiel Kombinationsreisen nach Syrien und Jordanien. Die islamischen Länder würden wieder als sicher und normal zu bereisen angesehen, sagt Geschäftsführer Ury Steinweg. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 überwog bei vielen Europäern dagegen die Skepsis.

Gerade Marokko hat ausgesprochen ehrgeizige Ziele: «Wir wollen bis 2010 zehn Millionen Gäste erreichen», sagt Hicham Boudraa vom Fremdenverkehrsamt des Landes. Zuletzt waren es sieben Millionen jährliche Besucher. Zielregion Nummer eins ist die Küste bei Agadir. Bislang kommen die Gäste vor allem für den Badeurlaub. Aber das ändert sich. «Marokko wird auch als Winterziel wichtiger», sagt Stefan Niemann von der TUI. Und die Angst vor Anschlägen sei nicht mehr so groß wie noch vor einigen Jahren.

Prof. Rainer Hartmann zufolge ist die gefühlte Sicherheitslage entscheidend für die Bereitschaft, in ein islamisches Land zu reisen: «Wer glaubt, dass es in Syrien oder im Oman kein erhöhtes Risiko von Anschlägen oder Entführungen gibt, der bucht auch.» Von Andreas Heimann, dpa

dpa-infocom