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Tiere

Smoking oder Elvis-Kostüm: Ausgefallene Hundemode

Die Glamour-Schoßhunde von Paris Hilton und Co. machen es vor: Sie tragen die neueste Vierbeiner-Fashion und Accessoires.

Wer auch den eigenen Hund ausstaffieren will, hat gerade jetzt vor Weihnachten die Qual der Wahl.

Denn das Angebot an Hundemode und Ausgeh-Accessoires ist enorm - ob all das wirklich nötig ist, steht freilich auf einem anderen Blatt Papier. Aus den USA kommt der Trend zum Partnerlook - damit Herr oder Dame und Hund als unzertrennliches Duo erkannt werden. Dabei kann man sich darauf beschränken, dem Hund ein Dreieckstuch im Design von Frauchens Schal umzubinden. «Es gibt aber auch in unterschiedlichen Farben Tank-Tops oder Kapuzenshirts für die Besitzerin und das passende Gegenstück für den Hund», sagt Kristin Andritschke, Geschäftsführerin der Hunde-Boutique «V.I.Pets» in aus Hamburg.

Andere Stücke versprechen im Winter mit Pelzimitaten einen Hauch von Exklusivität: «Für den besonderen Auftritt unter Hunde-Kolleginnen sorgt beispielsweise ein Einteiler aus einem pinkfarbenen Rollkragenpulli und einem gerüschten Leopardenrock», sagt Martina Borchmann vom Großhandel «doggydolly-shop.de» aus Rastatt.

Mit Festtagskleidern kann der Vierbeiner an den Feiertagen genauso rausgeputzt vor dem Baum sitzen wie seine Menschen. «Für Hundemänner gibt es für solche Anlässe Smokings inklusive Fliege», so Borchmann. «Der Hundedame kann man ein weißes Hochzeitskleid anziehen.» Für die Exzentriker unter den Hunden kommt aber vielleicht auch ein mit Glitzersteinen besetztes Elvis-Kostüm als Ausgeh-Dress infrage.

Im Trend sind Strass-Verzierungen. «Die glitzernden Steinchen gibt es auf sehr vielen Artikeln», sagt Andritschke - etwa auf Leinen oder Halsbändern wie den rund 200 Euro teuren Exemplaren von «Hunter Black Label». Halsbänder können auch mit eigener Strass-Aufschrift versehen werden. «Auch das Leder und die kleinen zusätzlichen Verzierungen vom Berliner Bären bis zum Krönchen sind auswählbar», so Karina Moncada, Inhaberin des Hundemodeladens und -versands «Society Dog» in Berlin.

Der Gassigang ist für kleine und große Geschäfte da. Für Letztere sollte man Beutelchen haben. Auch die lassen sich modisch tarnen: «Es gibt Knochen aus Plastik, die kann sich der Hundehalter an den Gürtel hängen, da ist dann eine Rolle Gassibeutel drin», so Andritschke. Die Knochen kommen im Camouflage-Look oder auch im Leopardendesign daher.

Wird es kalt, können Socken für warme Pfoten sorgen. «Die werden nicht nur in der Wohnung benutzt, um das Laminat zu schonen», sagt Borchmann. Und will der Hund einmal nicht laufen, kann ihn der Halter in einer schicken Tasche unterbringen - etwa von Christian Audigier, der auch für «Ed Hardy» designt. «Die Taschen haben ein eigenes Logo, sind ein bisschen eleganter und für Hunde mit einem Gewicht bis zu sechs Kilo geeignet», so Moncada. Doch auch dieses Stück ist nicht gerade ein billiges Weihnachtsgeschenk: Es kostet rund 500 Euro.

An Hundekleidung scheiden sich jedoch die Geister. Der Deutsche Tierschutzbund in Bonn etwa lehnt sie generell ab. «Das ist in unseren Augen eine Vermenschlichung und eine Profilierung der Zweibeiner, die nicht im Sinne des Tierwohls ist», sagt Sprecher Steffen Beuys. «Außerdem wird durch Pullover, Capes und Kleidchen der Wärmehaushalt des Hundes gestört.» Wenn es kalt ist, solle man den Gassigang lieber kürzer halten und dafür öfter gehen.

dpa-infocom