IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Lifestyle

Die Dufttrends im Herbst und Winter

Bielefeld/Berlin Der Winter rückt näher, und draußen ist es kalt und dunkel.

Düfte, die Wärme, Sinnlichkeit und ein wenig Exotik versprühen, liegen in dieser Jahreszeit traditionell im Trend.

So ist das auch in diesem Jahr: Während im Sommer eher leichte, frische Noten angesagt waren, erobern jetzt schwerere, orientalisch-florale und verführerisch-sinnliche Essenzen die Parfümerien.

«In diesem Winter liegen ganz klar opulente Düfte vorn», sagt Britta John von der Parfümeriekooperation Beauty Alliance in Bielefeld. Ein Trend seien dabei vor allem die fruchtig-orientalischen Noten - sie dürften in der Basis auch bei den Damen betont holzig abgerundet werden.

Das bedeutet konkret, dass in der Herznote viel mit Früchten wie Orange, Apfel, Mandarine oder Mango gearbeitet wird, fügt Martin Ruppmann vom Verband Kosmetischer Erzeugnisse (VKE) in Berlin hinzu. «Außerdem finden sich auffällig viele weiße Blumen: Jasmin, Freesien, Lotus und Orchideen sorgen für den sinnlich-blumigen Touch.»

Besonders haben die Parfümeure in dieser Saison mit dem Duft der Orangenblüte gespielt: Boucheron aus Paris verbindet in seinem Duft «B» Essenzen von Orangenblüte und «Rose Absolue» mit der fruchtigen Note der Osmanthus-Blume und exotischen Gewürzen. Calvin Klein kombiniert in «Secret Obsession» die Orangenblüte mit exotischer Pflaume, Muskatblüte, Damast-Rose und ägyptischem Jasmin. Und Giorgio Armani lässt sie in «Code» zusammen mit Sambac-Jasmin und einer Essenz aus rosa Pfeffer zur Geltung kommen.

Für eine etwas anders gelagerte fruchtige Note sorgt bei «Fuel for Life Unlimited» von Diesel eine Mischung aus kalabrischer Zitrone, Mandarine, Birne und Guave, während Benetton bei seinem Duft «Essence» Pfirsich mit Orange und Bergamotte vereint. Floraler geht es zum Beispiel bei «Miss» von Miss Sixty zu: Magnolie, Wasserveilchen und Pfingstrose bilden hier das Herz des Duftes.

Donna Karan setzt mit «DKNY Delicious Night» auf ein üppiges Bouquet aus Jasmin, Orchideen und Freesien. Esprit hat in seinem Jubiläumsduft «Celebration» Veilchen, wilde Rose und Passionsblume kombiniert. Exotik pur bietet Estée Lauder mit seinem Duft «Private Collection Amber Ylang Ylang», der dem Namen gemäß vor allem auf dem süßlichen Duft der Blüte des asiatischen Ylang-Ylang-Baumes basiert. Auch Jean Paul Gaultier hat nach einer neunjährigen Pause wieder einen Damenduft kreiert: Bitterorangen-Spritzer verbinden sich mit Rose und Grenadine zu seinem neuen Parfüm «Ma Dame».

Gerade die Konzentration auf Duftstoffe wie Orange und Rose zeige, dass auch in der Duftbranche eine Art Retrotrend angesagt ist, erläutert Elmar Keldenich vom Bundesverband der Parfümerien in Recklinghausen: «Eine ganze Weile waren vor allem leichte, synthetische Noten gefragt. Jetzt aber wird immer häufiger auf ganz klassische Düfte zurückgegriffen.» Diese Düfte riechen heute trotzdem anders, als sie es einst bei Oma taten: «Die Klassiker werden neu zusammengesetzt, sozusagen modernisiert.»

Eine neue Methode, klassische Damendüfte neu zu interpretieren, ist zum Beispiel, sie in der Basis mit typisch männlichen Noten abzurunden. «Patchouli, Amber und Tonkabohne dürfen neben Moschus, Zedernholz und Vanille jetzt durchaus in Damendüften vorkommen», sagt Ruppmann. «Replay for her» beispielsweise basiert vor allem auf dem üppigen Duft der Tonkabohne, «Velvet Hour» von Kate Moss setzt auf Cashmere und Amber als Basis. Und Céline Dion verbindet bei «Sensational» Amber und Moschus.

Agent Provocateur verspricht sich von seiner Mischung aus Ambra-Öl, Haitianischem Vetiver, exotischen Hölzern und Moschus bei dem neuen Duft «Strip» sogar mehr als nur eine leckere Abrundung: Angeblich setzt «Strip» durch Körperwärme einen sexuellen Duftstoff frei, der in jeder Frau schlummern soll - und lässt sie dadurch nicht nur angenehm riechen, sondern zugleich verführerisch erscheinen.

Nicht alle scheinbar neuen Düfte sind es aber in dieser Saison tatsächlich. Viele Hersteller knüpfen an bereits erfolgreich eingeführte Parfüms an, sagt Britta John: «Im Trend liegen ganz klar limitierte Editionen bestehender Düfte oder Variationen.»

Auch Sammlereditionen, bei denen sich lediglich der Flakon ändert, nicht aber der Duft, seien sehr beliebt. So bringt Chanel in dieser Saison mit «Eau Première» eine Variation seines Klassikers «Chanel N° 5» auf den Markt, Chopard interpretiert mit «Magical Nights» seinen Duft «Happy Spirit» neu, und Shiseido gibt dem etablierten Duft «Zen» in einer limitierten Auflage ein edles goldenes Outfit unter dem Namen «Zen Gold». Von Melanie Brandl, dpa

dpa-infocom