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Sonne, Mond und Sterne im Januar 2009

Hamburg Der winterliche Fixsternhimmel ist reich bestückt mit hellen Sternen und einprägsamen Sternbildern.

In keiner anderen Jahreszeit sieht man so viele himmlische Glanzlichter. Senkrecht über unseren Köpfen leuchtet gegen zehn Uhr abends ein auffallender, gelblicher Stern.

Er heißt Kapella und ist der Hauptstern des Fuhrmanns. Der Fuhrmann gilt als Erbauer des Himmelswagens. Der Große Wagen steigt soeben im Nordosten empor, während das Himmels-W, auch als Kassiopeia bekannt, halbhoch in der westlichen Himmelshälfte zu sehen ist. In der gegenwärtigen, abendlichen Position sieht es aber aus wie ein großes «M».

Die Amerikaner sprechen daher auch vom Himmels-M, wenn sie das Sternbild Kassiopeia meinen. Großer Wagen und Himmels-W helfen, schnell den Polarstern zu finden. Der Polarstern weist uns die Nordrichtung. Er ist der ruhende Pol, um das sich das Himmelsgewölbe herumdreht.

Das bekannteste Wintersternbild heißt Orion. Der Sage nach ist Orion ein himmlischer Jäger. Zu seinen Füßen kauert der Hase, seine Jagdbeute. Der Hase ist ein recht unauffälliges Sternbild, das deshalb kaum bekannt ist. Dem Orion folgen die beiden Hunde. Im Großen Hund funkelt in einem bläulichen Licht Sirius, der hellste Stern am irdischen Firmament. Nur die Planeten Venus und Jupiter übertreffen Sirius an Helligkeit. Mit knapp neun Lichtjahren Entfernung gehört Sirius zu den Nachbarsonnen unserer Sonne. Im alten Ägypten nannte man ihn Sothis. Mit seiner Hilfe bestimmt man die Länge eines Sonnenjahres zu 365 und einem Viertel Tag.

Hoch im Osten haben sich schon die beiden Sternenketten der Zwillinge eingefunden. Ihre beiden hellsten Sterne heißen Kastor und Pollux. Hoch im Süden nimmt der Stier mit seinem hellen, orangen Hauptstern Aldebaran seinen Platz ein. Aldebaran steht mitten im Sternengewimmel der Hyaden, einem offenen Sternhaufen. Fast noch auffälliger, weil dichter gedrängt, sind die Plejaden, ebenfalls ein offener Sternhaufen im Stier.

Noch bevor andere Gestirne in der Abenddämmerung sichtbar werden, leuchtet am Westhimmel der Abendstern auf. Es handelt sich dabei gar nicht um einen Stern, also eine ferne Sonne, sondern um unseren inneren Nachbarplaneten, die Venus. Sie eröffnet den Jahresreigen als Abendstern. Venus strahlt unübersehbar in einem hellen, weißen Licht. Nach Sonne und Mond ist sie das hellste Gestirn am irdischen Firmament. Zu Monatsbeginn geht Venus kurz nach halb neun Uhr abends unter und zu Monatsende eine Stunde später. Ein besonders hübscher Himmelsanblick ergibt sich am Abend des 30., wenn die schmale Sichel des zunehmenden Mondes nördlich an Venus vorbeiwandert.

Merkur zeigt sich zu Jahresbeginn ebenfalls kurz am Abendhimmel. Der flinke Planet ist am günstigsten zwischen 2. und 7. in der Abenddämmerung knapp über dem Südwesthorizont zu erkennen. Nach dem 10. wird man vergeblich nach ihm Ausschau halten. Jupiter kann noch in der ersten Januarwoche am Abendhimmel tief im Südwesten erspäht werden. Saturn im Sternbild Löwe wird zum Planeten der gesamten Nacht. Am 1. geht der Ringplanet kurz nach halb elf Uhr abends auf, Ende Januar erscheint er bereits um 20.35 Uhr am Osthimmel. Im Fernrohr zeigt sich der Saturnring als schmaler, leuchtender Strich zu beiden Seiten des Saturnglobus.

Die Vollmondphase tritt am 11. um 4.27 Uhr morgens im Sternbild Zwillinge ein. Ein Tag vorher steht der Mond mit 357 500 Kilometer in Erdnähe, während ihn am 23. in Erdferne 406 120 Kilometer von uns trennen. Neumond wird am 26. exakt um 8.55 Uhr erreicht. Da der Neumond die Erdbahnebene von Süd nach Nord überschreitet, schiebt er sich vor die Sonne. Die ringförmige Sonnenfinsternis ist allerdings von Europa aus nicht beobachtbar. Sie zieht sich vom Südatlantik beginnend, südlich von Afrika vorbei und durch den Indischen Ozean bis nach Indonesien.

In der ersten Januarwoche macht sich der Sternschnuppenstrom der Quadrantiden bemerkbar. Die Meteore der Quadrantiden flammen in der zweiten Nachthälfte auf. Die meisten Sternschnuppen sind in der Nacht vom 2. auf 3. zu erwarten, wo stündlich bis zu 130 Objekte auftauchen. Die Quadrantiden haben ihren Ausstrahlungspunkt im Sternbild Bootes.

Die Sonne läuft entlang des aufsteigenden Astes ihrer Jahresbahn. Ihre Mittagshöhen nehmen um knapp sechs Grad zu, die Tageslänge wächst um rund eine Stunde an. Am 19. verlässt die Sonne abends das Sternbild Schütze und wechselt in das Sternbild Steinbock, in dem sie bis 16. Februar bleibt. Eine Stunde nach Mitternacht tritt sie in der Nacht vom 19. auf 20. Januar in das Tierkreiszeichen Wassermann. Ihren sonnennächsten Bahnpunkt passiert die Erde am 4. Januar, wobei ihre Sonnenentfernung 147 Millionen Kilometer beträgt. Von Hans-Ulrich Keller, dpa

dpa-infocom



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