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Magdeburger Kaiserdom war 90 Meter lang

Magdeburg Bei Grabungen im Magdeburger Dom haben Archäologen gut erhaltene Funde der ottonisch-romanischen Vorgängerkirche freigelegt.

«Massive Mauern bis zu 1,8 Meter Breite, größere Flächen Wandputz, mehrere Quadratmeter Fußbodenziegel, mächtige Fundamente und zahlreiche Gräber vermitteln uns ein eindrucksvolles Bild der Kathedrale des 10. bis 12. Jahrhunderts», sagte Grabungsleiter Rainer Kuhn von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Magdeburg. «Die Funde belegen eine Länge von beeindruckenden 90 Metern», ergänzte Kuhn.

Die Archäologen vermuten Kuhn zufolge , dass es sich um den von Otto dem Großen (912-973) gegründeten Kaiserdom St. Mauritius handelt, der von 968 an Sitz der Magdeburger Erzbischöfe war und im Jahre 1207 bei einem Stadtbrand zerstört wurde. An seiner Stelle entstand 1209-1520 der bis heute erhaltene Dom, der als ältester gotischer Kathedralbau auf deutschem Boden gilt.

«Nachdem wir im Sommer bereits Teile des Südwestturms ergraben hatten, legen wir gegenwärtig den Nordwestturm der alten Kathedrale frei», berichtete Kuhn. «In diesem Bereich war der ottonische Dom mindestens 25 Meter breit.» Jedoch könne das Gotteshaus vor 1000 Jahren auch etwa 35 Meter breit gewesen sein, da bisher noch keine Außenmauern der Westtürme gefunden worden seien. In jedem Fall ist sich der Archäologe sicher: «Wir haben es hier mit einer der größten Kathedralen der ottonischen Zeit nördlich der Alpen zu tun.»

Nur 50 Meter nördlich des Magdeburger Doms hatte Kuhns Grabungsteam 2001-2004 eine weitere Großkirche aus dem 10. Jahrhundert nachgewiesen. Somit muss es damals auf dem Domhügel eine monumentale Doppelkirchenanlage gegeben haben. In den verbleibenden drei Monaten der Forschungsgrabung erwarten die Archäologen weitere interessante Funde.

Internet: www.domgrabungen-md.de ; www.gotik2009.de

dpa-infocom



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