IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Auto     » News     » Tests     » Liebhaber-Autos     » Aus zweiter Hand     » Auto-ABC     » Recht

Autolacke: Natur-Farben und leuchtendes Schwarz

Münster/Flensburg Ein Blick auf die Straßen zeigt es: Bei der Wahl der Lackfarbe sind Autokäufer eher konservativ. Die Masse setzt seit Jahren auf Silber und Grau.

Nun kommt langsam wieder Bewegung in das Thema: Dem Silber will man mit Beimischungen anderer Töne zu anderem Glanz verhelfen. Und mit dem Interesse an alternativen Antrieben wird es auch einen farblichen Öko-Trend geben, der sich in bräunlichen oder grünlichen Farbtönen ausdrückt. Vor allem aber soll Schwarz künftig mehr als nur reines Schwarz sein.

Die Farbvorlieben der Autofahrer haben sich über die Jahre immer wieder verändert. So waren nach den Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Flensburg im Jahr 1996 noch fast 20 Prozent der Neuwagen in einem Grünton lackiert. Heute dümpelt der Grün-Anteil unter der Marke von 5 Prozent. Rot wiederum kratzte noch 1992 fast an der 30-Prozent-Grenze. Seitdem allerdings ging es ständig bergab - seit 2002 hat sich auch diese Lackfarbe bei 5 Prozent eingependelt.

Ganz anders sieht es bei Schwarz aus: 1991 war ein schwarzes Auto die absolute Ausnahme, nicht einmal 3 Prozent der Neuwagen waren so lackiert. Danach ging es stetig bergauf. 2005 konnte der schwarze Lack die 25-Prozent-Marke beim Anteil an den Neuwagen-Lackierungen überschreiten. Noch weiter schaffte es allein die Farbgruppe Grau, zu der neben dunklen Grautönen vor allem Metallicfarben wie Silber gehören. 2004 wurde hier ein Anteil von mehr als 45 Prozent erreicht.

Auch im Jahr 2008 sind Silber und Schwarz noch die bestimmenden Themen in Sachen Lackfarben. Von den 2 110 089 zwischen Januar und August neu zugelassenen Fahrzeugen waren 791 225 in einer Farbe aus der Gruppe Grau lackiert, 660 302 waren Schwarz. Auf den Plätzen folgen mit großem Abstand Blau (284 368), Rot (121 046) und das seit einiger Zeit wieder trendige Weiß (118 034). Nur 3518 Käufer hatten dagegen den Mut, ihrem Wagen in Lila oder Violett zu bestellen.

Nach dem Willen der Farbdesigner soll sich nun die Ablösung der Eintönigkeit durchsetzen. Das wird zunächst auf Basis beliebter Lacktöne geschehen und sich dann weiter in Richtung anderer Farben fortsetzen. «Bisher handelt es sich bei den Silbertönen meist um hochglänzende oder sehr helle Lacke», sagt die Farb-Designerin Eva Höfli vom Lackhersteller BASF Coatings in Münster. Nun will man Silber mit Farbnuancen kombinieren: Das kann mal Rosa, mal ein Blauton sein.

Große Pläne hat man mit dem beliebten Schwarz. BASF will schwarzen Lack zum Leuchten bringen. Mit Beimischungen will man es ermöglichen, dass er funkelt oder mit farbigen Highlights kombiniert wird.

Auch beim Lackhersteller Dupont Performance Coatings in Wuppertal sieht man das Zusammenspiel mehrerer Farbtöne als Trend. Hier spricht man von Bicolor-Effekten und davon, dass solche Mischungen wegführen sollen von der klaren Zuordnung zu einer Farbfamilie. In Zukunft könnten Lacke zur Wahl stehen, die man als Braun-blau oder Grau-beige bezeichnen würde. Daneben wird sich auch im Rest der Farbpalette etwas tun. So hat sich das lang verschmähte Weiß als Trendfarbe etabliert - und wird es den Fachleuten zufolge eine Weile bleiben.

Größere Auswirkung wird auch das Interesse an Alternativen in Zusammenhang mit Antrieben und Kraftstoffen haben. Denn wie sich Silber mit Farbzusätzen von seinem technischen Look verabschieden soll, wird auch der Rest der Farbpalette eine Öko-Bewegung erleben. «Wir werden sicher auch etwas mehr Grüntöne sehen», sagt Eva Höfli. Autolack heute meist auf Wasserbasis Der Autolack hat nicht nur farbliche Veränderungen hinter sich. Wurden zu Beginn der Motorisierung hauptsächlich Naturlacke aus Harz oder Leinöl verwendet, sind es seit einigen Jahren vornehmlich Lacke auf Wasserbasis. Auch das Lackieren hat sich geändert: Waren Zweischichtlackierungen einst nur Metallic-Tönen vorbehalten, verfügen heute auch Standardlacke meist über eine zusätzliche schützende Klarlackschicht. Von Heiko Haupt, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker