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Fernlicht ist auf dunkler Landstraße keine Pflicht

Berlin/Hamm Autofahrer auf Landstraßen müssen bei Dunkelheit nicht unbedingt ihr Fernlicht einschalten.

Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm (Az.: 9 U 115/06) hervor, auf das der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin hinweist.

In dem Fall überquerte eine Fußgängerin bei Dunkelheit eine Landstraße, um zu ihrem Auto zu kommen. Kurz vor ihrem Fahrzeug wurde sie von einem anderen Auto erfasst und schwer verletzt. Durch den Unfall verlor sie ihren Geruchs- und Geschmacksinn.

Da die Betroffene sich den Angaben zufolge selbst nur eine Mitschuld von 50 Prozent ausrechnete, verklagte sie den Fahrer des Wagens auf Schmerzensgeld in Höhe von 15 000 Euro und Schadensersatz. Sie gab an, dass der Beklagte gegen das Sichtfahrgebot verstoßen habe, da er nur mit Abblendlicht gefahren sei. Er hätte zumindest die Lichthupe benutzen müssen.

Die Richter lehnten die Klage ab. Zwar habe ein Gutachten ergeben, dass der Unfall vermeidbar gewesen wäre, hätte der Beklagte sein Fernlicht eingeschaltet. Es gebe aber grundsätzlich keine Pflicht, bei Dunkelheit auf Fernstraßen mit Fernlicht zu fahren. Außerdem sei der Beklagte nur mit einer Geschwindigkeit von 55 bis 65 Stundenkilometer (km/h) bei erlaubten 70 km/h unterwegs gewesen. Daher habe er nicht gegen das Sichtfahrgebot verstoßen. Autofahrer müssten auf der Landstraße auch nicht so langsam fahren, dass sie noch rechtzeitig anhalten könnten, falls ein Mensch plötzlich auf die Fahrbahn laufe.

dpa-infocom


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