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Volvo XC60: Der kleine Wikinger-Prinz

Hamburg Nun erreicht der Trend zum kleinen, aber feinen Geländewagen auch den hohen Norden. Nachdem Mercedes den GLK und Audi den Q5 in Position gebracht haben, stellt Volvo jetzt dem König der Wikinger einen kleinen Prinzen zur Seite.

Lieber Sport- als Geländewagen

Neben dem XC90 schickt Volvo auch einen XC60 ins Rennen. Er kostet mindestens 33 900 Euro und kommt Ende November auf die Straße. Für Preise, die im Schnitt knapp 2000 Euro unter denen der noblen Konkurrenten liegen, gibt es einen 4,63 Meter langen Fünfsitzer, für den die Schweden die Bezeichnung Geländewagen tunlichst vermeiden. Zwar haben sie ihm immerhin 23 Zentimeter Bodenfreiheit mit auf den Weg gegeben, montieren serienmäßig eine sogenannte Haldex-Kupplung, die auf rutschigem Grund in Sekundebruchteilen Kraft von vorn nach hinten umleitet und so die Traktion erhöht, und bauen auf Wunsch auch eine elektronische Bergabfahrhilfe ein. Doch viel wichtiger ist ihnen der sportliche Anstrich der zehnten Modellreihe.

Robuster Basis, filigraner Oberbau

Wo der XC90 deshalb groß und mächtig auftritt, wirkt der mit seinen 4,63 Metern sichtlich kürzere XC60 kraftvoll und athletisch. Bis zur markant herausgearbeiteten Schulter ist er muskulös, robust und souverän. Das Passagierabteil dagegen macht sich schlank und steht schnittig im Wind. Nicht umsonst sind Front- und Heckscheibe stark geneigt und das Dach leicht geschwungen.

Viel Platz, aber wenig neue Ideen

Trotzdem hat man innen genügend Platz für Kind und Kegel. Vorn sitzt man sehr bequem, genießt das kühle, funktionale Design und freut sich am Anblick der frei im Raum schwebenden Mittelkonsole. Die Rückbank taugt nicht nur für Nachwuchs und Schwiegermutter, und in den Kofferraum passen durch die breiteste Klappe der Klasse immerhin 495 Liter. Allerdings sucht man pfiffige Transportlösungen - bis auf das mit der Heckklappe verschlossene Staufach im Souterrain - vergebens. Und Selbstverständlichkeiten wie das Gepäckrollo kosten sogar Aufpreis.

Souverän auf der Autobahn

Dass der XC60 mehr Sport- als Utility-Vehicle sein weil, kann man nicht nur sehen. Man kann es vor allem spüren. Natürlich ist ein Auto von knapp zwei Tonnen Gewicht und 1,71 Metern Höhe nicht so agil wie ein Coupé. Doch haben die Schweden Federung, Lenkung, Kraftverteilung und Assistenzsysteme so abgestimmt, dass der XC60 souverän und spurstabil über Autobahn und Landstraße gleitet. Nur in schnellen Kurven spürt man ein wenig Seegang.

Der Diesel verhält sich wie ein Eisbär

Wichtigster Motor ist der 2,4 Liter große Diesel. Der Fünfzylinder hat mit 136 kW/185 PS und 400 Newtonmetern (Nm) allemal genügend Kraft und macht den XC60 mit einer Höchstgeschwindigkeit um 200 Kilometer pro Stunde (km/h) zu einem flotten Langstreckenläufer. Doch knurrt er dabei laut und vernehmlich wie ein hungriger Eisbär, und gerade beim Anfahren wirkt er ähnlich gelassen. Deshalb braucht der XC60 mit Automatik immerhin 9,9 Sekunden, bis er 100 km/h erreicht.

Sparsamere Varianten sollen die Zukunft sichern

Wem dieser Motor zu träge ist, dem empfehlen die Schweden einen Sechszylinder-Benziner mit 210 KW/285 PS, der den Spurt in 7,5 Sekunden schafft. Und wem auch die 8,3 Liter Verbrauch des Selbstzünders (CO2- Ausstoß: 219 g/km) noch zu viel sind, kann die Version mit Schaltgetriebe kaufen und 0,8 Liter oder 21 Gramm CO2 sparen. Oder er wartet, bis 2009 ein sparsamer und obendrein billigerer Fronttriebler und ein paar Jahre später ein Hybridmodell folgen. Auf den mit 120 kW/163 PS und 340 Nm schwächeren Diesel zu wechseln, bringt dagegen nichts: Sein Verbrauch ist identisch.

Elektronischer Schutz für Schläfer am Steuer

Wie jeder Volvo glänzt auch der XC60 mit einem umfangreichen Sicherheitspaket. Dazu gehören sechs Airbags, ein ESP, ein Assistent für Abstandskontrolle, Spurwechsel und Spurführung sowie ein System zur Überwachung der Aufmerksamkeit des Fahrers. Darüber hinaus gibt es die Laseraugen des sogenannten «City Safety»-Pakets. Sie beobachten bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h die Distanz zum Vordermann und leiten automatisch eine Notbremsung ein, wenn ein unachtsamer Fahrer in das Ende eines Staus oder in die Schlange vor einer Ampel zu rauschen droht. So sollen Unfälle mit einer Differenzgeschwindigkeit von 15 km/h völlig vermieden und bis 30 km/h immerhin entschärft werden. Statt Knochenbruch gibt es dann im besten Fall nur noch einen Blechschaden.

Fazit: Der kleine Wikinger hat das Zeug zum großen

Zwar gibt es kein anderes Segment mit so positiven Wachstumsaussichten. Doch kommt der Volvo reichlich spät und trifft auf eine starke Konkurrenz. Aber der Preis ist scharf kalkuliert, das Design weckt Begehrlichkeit und das Sicherheitspaket ist vorbildlich. Gut möglich also, dass der kleine Wikinger mal ein großer wird.

Datenblatt: Volvo XC60 D5 AWD
Motor und Antrieb: Common-Rail-Reihenfünfzylinder-Diesel
Hubraum: 2400 ccm
Max. Leistung: 136 kW/185 PS bei 4000 U/min
Max. Drehmoment: 400 Nm bei 2000-2750 U/min
Antrieb: Allradantrieb
Getriebe: Sechsgang-Automatik
Maße und Gewichte:
Länge: 4628 mm
Breite: 1891 mm
Höhe: 1713 mm
Radstand: 2774 mm
Leergewicht: 1816 kg
Zuladung: 689 kg
Kofferraumvolumen: 495 bis 1455 Liter
Fahrdaten:
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,9 s
Durchschnittsverbrauch: 8,3 Liter/100 km
Reichweite: k.A.
CO2-Emission: 219 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse: EU4
Kosten:
Basispreis der Modellreihe: 33 900 Euro
Grundpreis des XC60 D5 AWD: 35 800 Euro
Typklassen: KH 21/VK 22/TK 23
Kfz-Steuer pro Jahr: 371 Euro/Jahr
alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke
Wichtige Serienausstattung:
Sicherheit: ESP, Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags, City-Safety-System
Komfort: Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, CD-Radio

dpa-infocom


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