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Schnupperkurse: Innenarchitektur für Einsteiger

Berlin Die neue Wohnung ist endlich gefunden: Nach Jahren in der engen Single-Wohnung bietet sie reichlich Platz in vier großen, hellen Zimmern. Angesichts so schöner Räume soll auch die Einrichtung stimmig sein.

Doch leider lässt das Budget meistens nicht auch noch die Verpflichtung eines Innenarchitekten zu. Also muss selber geplant werden, welches Regal zum Sofa passt, wo der Schreibtisch hinkommt und ob es Vorhänge oder Rollos sein sollen. Nach anfänglicher Begeisterung folgt bei vielen Menschen schnell die Ernüchterung. Denn ein stimmiges Wohnkonzept zu entwickeln, kann ein langwieriges Puzzlespiel sein. «Ein weit verbreitetes Vorurteil ist immer noch, dass Innenarchitektur gleichgesetzt wird mit Stöffchendrappieren und Möbelstellen», sagt Angelika Schneider-Sedlaczek, freie Innenarchitektin in Köln. Stattdessen gehe es in dieser Fachrichtung vorrangig darum, einen Raum zu erfassen mit allen Komponenten wie Licht, Luft, Funktion und Proportionen.

Was der professionelle Innenarchitekt in einem mehrjährigen Studium gelernt hat, kann der Laie sich zwar nicht in kurzer Zeit aneignen. Er kann jedoch in diese Fachrichtung hinein schnuppern. Hochglanzzeitschriften seien allerdings nur bedingt hilfreich, da der Leser mit der Vielzahl an Idee oft nur bedingt etwas anfangen könne.

Schneider-Sedlaczek veranstaltet deshalb «Einsteigerkurse», bei denen mit konkreten Beispielen, anhand von Grundrissen, viel Bildmaterial und Rollenspielen im Raum verschiedene Aspekte der Innenarchitektur angerissen werden. «Solche Kurse gibt es mittlerweile vielerorts an Volkshochschulen. Auch einige Architektenkammern bieten Bauherrenseminare an», beobachtet Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbandes Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Ergänzend gibt es bei den Architektenkammern sowie beim Bund Deutscher Innenarchitekten (BDIA) Broschüren, die gezielt für Bauherren und Bewohner entwickelt wurden.

All diese Hilfsmittel zielen darauf ab , das Bewusstsein für den Raum zu schärfen. Das kann schon bei der Besichtigung zum Tragen kommen. Die wenigsten Bewohner haben etwa die Bedeutung des Lichtes im Blick, so die Beobachtung von Birgit Schwarzkopf, Vorsitzende des BDIA-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. «Das fängt beim natürlichen Licht an: Ein Raum kann je nach Tages- und Jahreszeit vollkommen unterschiedlich wirken.»

Nun wird man eine Immobilie möglicherweise zu verschiedenen Tageszeiten besichtigen, kaum jedoch im Abstand mehrerer Monate. Hier ist Vorstellungsvermögen gefragt. Dabei muss auch die Umgebung des Hauses mit einbezogen werden: Wie nahe steht das Haus des Nachbarn? Gibt es hohe immergrüne Bäume?

Vorherrschende Umgebungsfaktoren und Himmelsrichtungen werden am besten auf einen Grundriss eingezeichnet. Ein einfacher Grundriss vernachlässigt allerdings die Höhenproportionen. «Ein dreidimensionales Raummodell ist natürlich besser - solange ich nicht von oben darauf schaue, sondern seitlich hineingucke, mit einer Augenhöhe von 1,50 Metern», rät BDIA-Expertin Schwarzkopf.

Bund Deutscher Innenarchitekten (BDIA): www.bdia.de/home.php

Verband Privater Bauherren (VPB): www. vpb.de Wie Innenarchitekten Farben sehen Die Grundregeln der Farbanwendung sind ein Schwerpunkt der Innenarchitektur-Kurse für Einsteiger. «Intensive Farben sollten als Akzentfarben, nicht aber zur Gestaltung eines ganzen Raumes eingesetzt werden», rät Birgit Schwarzkopf vom Bund Deutscher Innenarchitekten (BDIA). «Und: Die Wand am Fenster sollte in der hellsten Farbe gestaltet werden, da diese vom natürlichen Licht her die dunkelste ist.» Farbmuster auf Papier aus dem Baumarkt helfen dem Vorstellungsvermögen. Sie müssen jedoch nicht nur auf den Tisch gelegt, sondern genau in die Anwendungsebene gebracht werden. Von Eva Neumann, dpa

dpa-infocom


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