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Sport zu Hause: Der Keller als Fitness-Studio

Friedberg Viel Bewegung baut Stress ab und schützt vor Beschwerden wie Übergewicht, Rücken-, Herz- und Kreislaufproblemen.

Zu regelmäßigen Besuchen im Fitness-Studio können sich trotzdem viele nicht überwinden.

Den einen ist der Anfahrtsweg zu lange , die anderen hadern mit den Öffnungszeiten, und mancher möchte einfach nicht in aller Öffentlichkeit schwitzen. Genügend Platz vorausgesetzt, ist vielleicht eine eigene Wellness-Oase im Keller die Lösung - inklusive Heimsauna.

«Voraussetzung für eine Sauna ist immer ein Starkstromanschluss», sagt Reiner Pohl von der Initiative «Pro Keller» im bayerischen Friedberg. Damit die Anlage später auch wirklich genutzt wird, sollte es Möglichkeiten zum Abkühlen und Ausruhen in wohnlicher Atmosphäre geben. Außerdem muss immer ein leichter Zugang zur frischen Luft im Freien gewährleistet sein. Ideal ist eine Außentreppe.

Duschen in der Sauna sollten möglichst eine sogenannte Duschtasse haben. Wird nur gefliest, hat angesichts der häufigen Nutzung Schimmel ein leichtes Spiel in den Fugen. «Empfehlenswert sind Duschtassen mit einem Ausmaß von mindestens 120 mal 120 Zentimeter», rät Martin Koch vom Hersteller Kaldewei im nordrhein-westfälischen Ahlen. Eine solche Dusche könne das Wasser von extrem großen Duschköpfen, auch Regenhimmel genannt, auffangen und sei bequem.

Vor dem Entspannen in der Sauna steht jedoch das Training. Das Trimmrad und die Gymnastikmatte allein tun es im heimischen Studio meist schon lange nicht mehr. Mit einer ganzen Reihe teurer Fitnessgeräte soll der Bikini-Figur oder der Sixpack-Bauchmuskulatur auf die Sprünge geholfen werden. Experten raten hier aber zur Besonnenheit.

«Viele auf dem Markt angebotene Fitnessgeräte sind Schrott», sagt Georg Stingl, Vorsitzender der «Aktion Gesunder Rücken» im niedersächsischen Selsingen. Dies betreffe sowohl die Haltbarkeit als auch die Wirkungsweise. Hinzu komme, dass eine falsche Anwendung zu körperlichen Beschwerden führen könne.

«Wer als Laie zu Hause und ohne fachmännische Beratung mit dem Fitness-Training beginnt, macht häufig Fehler, die der Gesundheit schaden können», warnt auch Claudia Ernst von der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) in Hamburg. Deshalb sei es empfehlenswert, sich zunächst in einem Fitness-Center von einem ausgebildeten Trainer beraten und in die Funktionsweise der einzelnen Geräte einweisen zu lassen. Ebenfalls ratsam sei ein Check beim Arzt. Erst dann sollte in Trainingsgeräte investiert werden.

Eine kleine Fitness-Oase mit Laufband , Stepper, Crosstrainer und Minitrampolin hat ihren Preis. Der liegt mindestens bei mehreren 100 Euro. «Welche Fitness-Ausstattung man sich zulegt, hängt auch von den Platzverhältnissen ab», sagt Ernst. Um ein Gerät herum sollte immer ein Meter Bewegungsraum sein. Und die Belüftung muss ebenfalls stimmen.

Ein besonderes Problem der heimischen Fitness-Oase kann aber auch das schönste Ambiente nicht immer lösen: Sich immer wieder selber für das Training zu motivieren. «Sport muss immer Spaß machen», sagt Stingl. Anfangs seien viele Heimsportler enthusiastisch. «Aber schon nach einigen Wochen stehen die Geräte oft ungenutzt herum, da allein in einem Keller zu trainieren langweilig ist.» Wärmedämmung für den Fitnesskeller Um aus einem Keller ein Fitness-Center zu machen, muss der Raum geheizt werden können. Für beheizbare Keller fordert die Energieeinsparverordnung immer eine gute Wärmedämmung, die fachmännisch geplant auch innen angebracht werden kann. Auch eine gute Belüftung durch Fenster ist empfehlenswert. Diese sollten nicht einfach, sondern mit Isolierglas verglast sein. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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