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Gut durchdacht: Lichtkonzepte für die Küche

Frankfurt/Main Bei der Küchengestaltung wird sich auf das Design konzentriert, auf modernste Geräte oder den Platzbedarf.

Vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit bekommt dagegen oft die Frage, wie die Küche am besten beleuchtet wird.

Dabei ist ein gut durchdachtes Lichtkonzept keineswegs zweitrangig. Schließlich sind Schneiden, Schälen, Hacken oder das Hantieren mit heißen Töpfen nicht ganz ungefährliche Arbeiten. Funktionales Licht ist deshalb ein Muss, um Verletzungen vorzubeugen. Zusätzliches stimmungsvolles Licht sorgt in Wohnküchen für eine entspannte Atmosphäre beim Essen, Reden oder Feiern.

Das Licht einer einzigen Leuchte in der Deckenmitte wird diesen unterschiedlichen Ansprüchen nicht gerecht. Stattdessen empfehlen Lichtspezialisten eine Kombination unterschiedlicher Leuchten, die das Licht dorthin bringen, wo es gebraucht wird.

«Auch eine Wohnküche ist immer ein Arbeitsplatz», sagt Thomas Spillmann von der Brancheninitiative «licht.de» in Frankfurt. Notwendig sei deshalb stets eine Allgemeinbeleuchtung zur Orientierung im gesamten Raum. Diese sollte ausreichend Licht für den Blick in Regale, Schränke und Schubladen bieten. «Eine Innenbeleuchtung des Mobiliars kann diese Aufgabe zusätzlich unterstützen», sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) im nordrhein-westfälischen Bad Honnef.

Für eine optimale Grundbeleuchtung werden mindestens zwei Deckenleuchten empfohlen, nennt Geismann eine Faustregel. Wenn möglich, können auch sogenannte Downlights über die gesamte Deckenfläche verteilt werden. Dabei handelt es sich um meist runde Deckenleuchten mit Reflektoren.

Eine gute Alternative für die Grundbeleuchtung der Küche sind laut Spillmann Lichtsysteme mit Stromschienen, Stangen und Seilen. «Ihre Stärke zeigen sie bei der Installation in älteren Bauten, denn sie holen den Strom aus der meist einzigen Stromquelle in der Deckenmitte und bringen Licht zu jedem Punkt der Küche», sagt der Experte. Ein weiterer Pluspunkt: In solche Beleuchtungssysteme lassen sich zum Beispiel Pendelleuchten für Esstisch oder Esstheke integrieren.

Ein praktischer Punkt sollte dabei nicht aus dem Blickfeld geraten: «Denken sie an die Pflege und vermeiden sie verspielte Leuchten, die schwer zu reinigen sind», rät die Wohnexpertin und Buchautorin Elizabeth Wilhide. Denn gerade in der Küche bilde sich schnell ein Fettfilm, der sich nur schwer wieder von der Leuchte entfernen lässt. Außerdem rät sie von frei stehenden Leuchten und von Tischleuchten ab. Die hätten in der Küche nichts zu suchen. «Sie stehen meist im Weg und blockieren Steckdosen, die man für Geräte dringender braucht. Außerdem kann man an ihren Kabeln leicht hängenbleiben.»

Größte Aufmerksamkeit bei der Lichtplanung verdient die Beleuchtung der Arbeitsflächen. «Der Koch darf sich bei der Arbeit nicht selbst im Licht stehen», erläutert Spillmann. Deshalb sollte blendfreies Licht in einem möglichst steilen Winkel auf die Arbeitsplatte gerichtet sein.

«Sind über der Arbeitsplatte Schränke oder Regale angebracht, empfiehlt sich die Montage von Lichtbandsystemen für Leuchtstofflampen oder Leuchten für Halogenlampen direkt unter den Oberschränken», rät Spillmann. Auch über dem Herd seien blendfrei montierte Leuchten zu empfehlen. Meist seien diese in Dunstabzugshauben integriert.

Bei Einbauleuchten hinter mattierten Glastüren handelt es sich dagegen eher um Stimmungslicht als um eine hilfreiche Beleuchtung für's Schnippeln und Rühren. Wer sich für diese Variante entscheidet, sollte laut Geismann außerdem eines haben: Ordnungssinn. Wenn hinter den Scheiben Chaos herrscht, wird das von den Strahlern auch noch in Szene gesetzt.

Literatur: Elizabeth Wildhide: Leuchten, Licht, Effekte, DVA, ISBN 978-3-421-03602-5, 39,95 Euro; Dominic Sacher: Licht zum Wohnen, Callwey, ISBN 978-3-766-71785-6, 59,95 Euro; Encarna Castillo: Ultimate Kitchen Design, teNeues, ISBN 978-3-832-79056-1, 39,90 Euro

Brancheninitiative «licht.de»: www.licht.de Licht für den Essplatz Die Beleuchtung für den Essplatz sollte auf Größe und Form der Tischfläche abgestimmt sein. Für Esstheken etwa empfiehlt Thomas Spillmann von der Brancheninitiative «licht.de» in Frankfurt/Main mehrere kleine Leuchten an einem Seil-, Schienen- oder Stangensystem. Damit das Licht nicht blendet und der Blickkontakt zum Gegenüber nicht gestört wird, sollten Pendelleuchten mit ihrer Unterkante knapp 60 Zentimeter über der Tischplatte schweben. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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