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Genießen auf zwei Etagen: Neues vom Raclette-Grill

Frankfurt/Main Gemeinsam wird gebrutzelt, geklönt und genossen: Raclette steht für geselliges Essvergnügen - nicht nur in seiner Heimat, der Schweiz, sondern auch in Deutschland.

Gerade zum Jahresende treffen sich Familie und Freunde und schieben ihre Pfännchen ins Raclette-Gerät. Früher gab es dafür nur ganz simple Geräte. Mittlerweile ist die Auswahl jedoch riesig und reicht von schlicht bis zu Luxus.

Der wesentlichste Unterschied ist die Konstruktionsform. Der Klassiker besteht aus einer Art Schubfach: Käsescheiben werden in Pfännchen unter eine elektrisch betriebene Heizschlange geschoben und so geschmolzen. Die obere Abdeckung eines solchen Gerätes ist höchstens eine zusätzliche Abstellfläche.

«Inzwischen geht der Trend jedoch ganz eindeutig zu Kombigeräten mit zwei Etagen und zwei Funktionen: Unten wird geschmolzen, oben wird gegrillt, zum Beispiel auf einer beschichteten Platte oder einem heißen Stein», erläutert Werner Scholz, Geschäftsführer des Fachverbandes Elektro-Haushalt-Kleingeräte in Frankfurt.

Damit das Brot oder der Schinken an jeder Stelle der Grillfläche gleich gut geröstet und das Minuten-Steak überall gleich gut gegrillt wird, ist eine gleichmäßige Hitzeverteilung wichtig. «Je massiver die Grillplatte wirkt, umso besser sind in der Regel Hitzeverteilung und Bräunungsgrad», erläutert Scholz.

Eine wesentliche Frage bei allen Geräten ist: Für wie viele Personen sollen sie genutzt werden? «Wer oft Raclette zubereiten will und auch in größerer Runde, der sollte zu einem größeren Gerät mit acht Pfännchen greifen», rät Brigitte Kluth-Kosnick von der Stiftung Warentest in Berlin.

Darüber hinaus gibt es viele Unterschiede im Detail. Praktisch ist etwa eine Parketage für ungenutzte Pfännchen. Die Pfännchen selbst können rechteckig, dreieckig oder trapezförmig sein. «Für spitz zulaufende Pfännchen muss ich den Käse extra zuschneiden. Standard-Scheiben passen nur in rechteckige Schälchen», gibt Markus Tschumi, Geschäftsführer des Vereins Raclette Suisse in Bern, zu bedenken.

Auch der Pflegeaufwand spielt eine Rolle: Welche Teile des Gerätes lassen sich in der Spülmaschine reinigen? «Praktisch sind bei Kombigeräten zweiteilige Grillplatten, die auch in den Geschirrspüler passen», sagt Verbraucherschützerin Kluth-Kosnik.

Neben den diversen Geräten mit Schälchen kommt aus der Schweiz ein grundlegend anderes Konstruktionsprinzip. «Ein Stück Käse wird in einer Halterung befestigt. Diese ist mit einem variabel einstellbaren Abstand zu einer Heizschlange angebracht», beschreibt Tschumi das Alternativmodell. Ist die Käseoberfläche geschmolzen, wird die Halterung gekippt und der weiche Käse direkt auf den Teller geschabt. «Diese Zubereitungsform kommt der traditionellen Zubereitung am Feuer sehr nahe. Für meinen Geschmack ist sie mit Abstand am besten.»

Egal, wie sie konstruiert sind, die meisten Raclettegeräte werden mit Strom betrieben. «Gute Geräte verfügen über einen Netzschalter sowie einen Thermostat mit Betriebsanzeige und eine Regulationsmöglichkeit für die Temperatur», zählt Scholz auf. Da die Steckdose nicht immer direkt neben dem Tisch liegt, ist ein möglichst langes Stromkabel hilfreich.

Beim Betrieb werden Raclette-Geräte ziemlich heiß. Deshalb müssen alle Teile, die angefasst werden - vor allem die Griffe von Gerät und Pfännchen, aber auch das Unterteil des Brenners - gut isoliert sein. Ebenso wichtig ist Standsicherheit: Billige Geräte sind eher Leichtgewichte. Sie können schon mal kippen.

Ist das richtige Gerät gefunden, kann es losgehen: «Achten Sie darauf, dass niemand über das Netzkabel stolpert und lassen Sie Kinder nie unbeaufsichtigt», nennt Kluth-Kosnik die wichtigsten Sicherheitsregeln. «Das Raclette-Gerät muss auf einer rutschfesten, hitzebeständigen Unterlage stehen. Die Pfännchen brauchen ebenfalls eine Ablage, falls keine am Gerät ist.» Was darf raclettiert werden? Der Schweizer schwört auf original Raclettekäse: «Er ist mit speziellen Kulturen behandelt, damit er gut schmilzt», erläutert Markus Tschumi, Geschäftsführer des Vereins Raclette Suisse in Bern. «Andere Käse hingegen werden schnell zäh wie Gummi.» Klassische Begleiter sind Silberzwiebeln, Essiggurken, Pellkartoffeln und Brot. Darüber hinaus ist erlaubt, was schmeckt: Schinkenstreifen oder Tomatenscheiben, Salamiwürfel oder Champignonscheiben werden dazu gereicht oder auch im Pfännchen mit dem Käse überbacken. Von Eva Neumann, dpa

dpa-infocom


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