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Kunst ist nur als langfristige Anlageform sinnvoll

Frankfurt/Main/Köln Die meisten Sparer sind in diesen Wochen auf der Suche nach sicheren Anlagen.

Wie Immobilien erhalten in Krisenzeiten auch Kunst und Antiquitäten verstärkt Aufmerksamkeit.

Und gerade auf dem Höhepunkt von Finanzkrisen machen immer wieder heiße Tipps vom schnellen Geld auf dem Kunstmarkt die Runde. Seriöse Händler und Sammler stimmen dem nicht zu.

«Kunst ist nicht als kurzfristige Investition geeignet», sagt Birgit Maria Sturm, Geschäftsführerin des Arbeitskreises Deutscher Kunsthandelsverbände (ADK) in Frankfurt. «Kunst hat sich als nachhaltige Geldanlage bewährt», sagt auch Klaus Gerrit Friese, Inhaber einer Galerie in Stuttgart und Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Galerien (BVDG) mit Sitz in Köln. Sein Verband befasst sich unter anderem mit Bildern und Plastiken - und mit Antiquitäten.

Hier besteht zwischen An- und Verkauf in vielen Fällen ein herber Preisunterschied. Wer kaufen oder verkaufen will, sollte als Laie also nicht auf eigene Faust handeln. Beim Geschäft mit Kunst sollte immer ein anerkannter Sachverständiger eingeschaltet werden. Das gelte besonders dann, wenn es um viel Geld geht, rät die Kunsthistorikerin Dorothée Rather in Hamburg. Fotos der Objekte können - bei einigen Häusern auch per E-Mail - zur Vorprüfung geschickt werden.

Wenn diese interessant erscheinen, erfolgt die genaue Begutachtung. «Im Zweifelsfall sollte eine zweite Meinung eingeholt werden», empfiehlt Markus Eisenbeis, Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Kunstversteigerer in Wiesbaden und Inhaber eines Auktionshauses in Köln. Weltweit seien bei Kunst und Antiquitäten Fälscher am Werk. Laien sollten «bloß nicht versuchen, ein Schnäppchen zu machen».

Für die Prüfung beim Sachverständigen wird ein Honorar fällig. Beim Auktionshaus Schopmann in Hamburg zum Beispiel kostet eine Taxierung bis zum Wert von 8000 Euro 200 Euro plus Mehrwertsteuer, bei höheren Werten werden drei Prozent des Schätzpreises fällig. Andere Sachverständige berechnen den Zeitaufwand. Wer sich von alten Werten trennen will, sollte sich an Auktionshäuser wenden.

«Wir haben die gleichen Interessen wie der Einlieferer», sagt Eisenbeis - und das ist der Verkauf zu einem guten Preis. Denn auf den erzielten Erlös kassieren er und seine Kollegen 24 Prozent Provision - also Aufpreis - einschließlich Mehrwertsteuer. Diesen Betrag zahlen die Käufer. Die Waren sind von Fachleuten auf ihren Wert taxiert, zu dem sie ins Angebot gehen. Häufig erzielen sie dann bei Versteigerungen deutlich höhere Preise.

«Wer in Kunst investiert, soll mit Leidenschaft bei der Sache sein und Gefallen an den Arbeiten finden. Außerdem sollte er sich beraten und betreuen lassen», sagt Friese. Eigenes Hintergrundwissen sei unerlässlich. Der Besuch von Museen, Auktionen und Messen oder entsprechende Literatur hilft beim Schlaumachen. Auf große Einkaufstour verzichten Kunst-Laien sollten nicht gleich am Anfang auf große Einkaufstour gehen - klare Schwerpunkte sind besser. «Lieber eine gute Arbeit eines bereits eingeführten Künstlers statt drei durchschnittliche Bilder auf Verdacht kaufen», rät Markus Eisenbeis, Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Kunstversteigerer in Wiesbaden. Zeitgenössische Werke sind erschwinglich, wenn der Künstler noch nicht so bekannt ist. Galeristen können dazu Tipps gegen. Mit zunehmender Popularität steigen dann aber auch die Preise, und es entstehen Wartelisten für Käufer. Von Horst Heinz Grimm, dpa

dpa-infocom


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