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Trotz tiefer Trauer - Bestattungsangebote vergleichen

Berlin/Königswinter Wenn ein Angehöriger oder Freund stirbt, muss alles häufig ganz schnell gehen - und tatsächlich muss das Begräbnis zügig organisiert werden. Dabei ist allein die Trauer für viele Menschen schon zu viel.

Die Hinterbliebenen wenden sich dann meist an den erstbesten Bestatter, ohne sich vorher gründlich zu informieren. Doch das ist ein Fehler, der unter Umständen sehr teuer werden kann.

«Bestatter verkaufen durchweg mehr , als der Kunde überhaupt will», lautet das Fazit von Falk Murko von der Stiftung Warentest in Berlin. Denn auch wenn es um eine emotional schwierige Situation geht: «Man darf sich nicht scheuen, Dienstleistungen zu vergleichen - und zwar nicht erst im Todesfall, sondern vorsorgend.» Denn nur gut informierte Angehörige bekommen seiner Einschätzung nach auch häufig günstigere Angebote vorgelegt. «Aber die allermeisten wissen eben nicht, was auf dem Markt geschieht.»

Die Stiftung Warentest wandte sich für eine neue Untersuchung mit vergleichbaren Anfragen in einer Stichprobe an sechs Bestattungsunternehmen. Diese waren laut «Gelbe Seiten» als Ketten-oder Filialbetriebe in der jeweils größten Stadt der 16 Bundesländer oder in Städten ab 500 000 Einwohnern vertreten, heißt es in der Zeitschrift «test». Außerdem hatten sie mindestens 20 Geschäftsadressen. Zusätzlich wurden sieben Bestattungsunternehmen in der Stadt Lippstadt in die Auswertung einbezogen.

Viele Bestatter würden zunächst ihr Standardangebot unterbreiten, so das Ergebnis. «Aber es gibt oft billigere.» Murko rät deswegen, immer ausdrücklich nach preisgünstigeren Särgen, Grabsteinen oder Urnen zu fragen: «Man staunt, dass der Bestatter dann plötzlich doch noch ein billigeres Angebot hat.» Die Preisunterschiede seien gewaltig: So kostet die billigste Feuerbestattung - regional unterschiedlich - zwischen 549 und 1700 Euro. Allein der Sarg für eine Feuerbestattung kostet nach Angaben der Warentester zwischen 300 und 800 Euro. Und für den Sarg einer Erdbestattung fanden sie Preise zwischen 400 und 3500 Euro.

Eine ausführliche Beratung empfiehlt deshalb auch Alexander Helbach von der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas in Königswinter bei Bonn. Wer sich selbst dazu nicht in der Lage fühlt, könne auch gemeinsam mit einem Bekannten zu zwei verschiedenen Bestattern gehen. «Am besten ist es, sich im Verwandten- und Bekanntenkreis umzuhören, ob jemand gute Erfahrungen mit einem bestimmten Bestatter gemacht hat.»

Hinterbliebene sollten dann darauf achten, ob der Bestatter nur etwas verkaufen will oder auch auf den Verstorbenen eingeht, rät Helbach. «Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt.» Unter dem Strich ist das auch das Hauptauswahlkriterium für Murko - es muss Vertrauen da sein. Eine Hilfe können auch die verschiedenen Qualitätssiegel der Branche sein. «Man sollte einen Markenzeichen-Betrieb wählen», rät Ralf Lichtner vom Bundesverband Deutscher Bestatter in Düsseldorf. Diese erfüllten die europaweit vereinbarte DIN-Norm für Bestattungen. Und doch sei auch dann Vorsicht angebracht: «Sie ist keine gesetzliche Vorschrift, und Verstöße werden nicht sanktioniert.» Was tun bei Unzufriedenheit? Eine Bestattung lässt sich nicht wiederholen. Es ist zwar nur ein schwacher Trost - aber auch eine Bestattung ist eine normale Dienstleistung. Und das bedeutet: Wenn der Bestatter die gewünschten Leistungen nicht erbracht oder schlecht ausgeführt hat, stehen Angehörigen alle Reklamationsmöglichkeiten offen. Dazu gehört vor allem die Preisminderung. Von Berit Schmidt, dpa

dpa-infocom


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