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Eislaufen als eleganter Winter-Ersatz fürs Joggen

Regensburg Sie strahlen eine fast meditative Ruhe aus, wenn sie ihre Bahnen über das Eis ziehen - ob als Eisschnellläufer oder Eistänzer: Menschen, die sich auf Kufen über gefrorenes Wasser bewegen, scheinen oft ihr inneres Gleichgewicht gefunden haben.

«Das Faszinierende am Eislaufen ist, dass man sich mit relativ wenig Kraftaufwand wunderbar leise und lautlos fortbewegen kann», sagt Otmar Hintermeier vom Sportzentrum der Universität Regensburg. Gut für die Fitness ist die Sportart außerdem: Sie schult den Gleichgewichtssinn und die Körperkoordination und trainiert obendrein die Ausdauer.

«Beim Gleiten über das Eis kann ich auf die faule Art etwas für die Kondition tun», sagt Falko Kirsten, Eiskunstlauf-Obmann im Sächsischen Eissportverband in Chemnitz. «Eislaufen ist im Winter ein guter Ersatz zum Joggen.»

Und allzu schwer zu erlernen ist es auch nicht: «Die Anforderungen an die körperliche Fitness sind minimal», sagt Hintermeier, der an der Hochschule Sportlehrer ausbildet. Diejenigen, die Erfahrungen vom Inlineskaten mitbringen, sind zwar etwas im Vorteil. Aber auch andere Anfänger und Wiedereinsteiger stehen relativ bald sicher auf dem Eis.

Am Anfang sollte es bei Erwachsenen jedoch um das vorsichtige Ertasten gehen, sagt Hintermeier. Auch seinen Studenten, die das erste Mal die Kufen untergeschnallt haben, rate er, sich erstmal an der Bande entlangzuhangeln. Anschließend lasse er sie beidbeinig gleiten - durch minimale Gewichtsverlagerungen kämen sie dann schon vorwärts.

Anfänger melden sich aber am besten für einen Kurs an, rät Ex-Eiskunstläufer Kirsten. Sonst komme es schnell zu Haltungsfehlern, die sich später nicht mehr ausbügeln lassen. «Mit jemandem einfach mitzugehen, der eislaufen kann, ist zu fordernd - man will zu schnell hinterherkommen, und das potenziert womöglich die Angst», ergänzt Dirk Beyer, Betreiber einer Eislaufschule in Berlin. Wichtig sei gerade zu Beginn, in Ruhe laufen zu können - und das geht nicht in einer Zeit, in der die Fläche voller Menschen ist, die kreuz und quer schießen.

Einen entscheidenden Anteil am Erfolg haben auch die Schuhe. Beyer empfiehlt erwachsenen Anfängern klassische Eiskunstlaufschlittschuhe mit gerader Kufe, die vorne gezackt sind. Die Zacken werden lediglich zum Springen oder bei Spitzenschritten gebraucht und stören bei sauberer Lauftechnik nicht. Eishockeyschuhe dagegen haben eine zackenfreie, wie ein Wiegemesser geformte Schiene. Das dient dem wendigen Laufen, bedeutet aber für den Anfänger laut Beyer einen zu kippeligen Stand.

Um wirklich sicher auf dem Eis zu sein, sollte auch das Bremsen richtig beherrscht werden. «Das Simpelste ist es, einen Fuß quer zur Laufrichtung zu stellen», erläutert Kirsten. Das mag nicht immer gleich klappen, daher will auch das Aufstehen vom Eis gelernt sein - Hintermeier übt das auch mit seinen angehenden Sportlehrern immer. Wer all das bedenkt, merkt bald, dass das Gleiten über das Eis immer besser gelingt - und durchaus entspannend sein kann. Von Nina C. Zimmermann, dpa

dpa-infocom


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