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Fehlen wegen Krankheit: Hilfe bei Wiedereinstieg

Bonn Hat ein Mitarbeiter wegen Krankheit oder eines Unfalls längere Zeit gefehlt, braucht er bei der Rückkehr Unterstützung.

So kann er mit dem «Hamburger Modell» (Paragraf 74 Sozialgesetzbuch V) stufenweise wieder an das Arbeiten herangeführt werden.

Das kann wenige Wochen dauern , aber auch mehrere Monate. Während dieses Zeitraums entstehen dem Arbeitgeber keine Kosten. Darauf weist der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn hin. Kranken- und Rentenversicherung seien bemüht, die Maßnahme zu finanzieren, wenn Aussicht auf Erfolg besteht.

Voraussetzung für die Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell ist, dass der Arbeitnehmer tatsächlich als arbeitsunfähig gilt. Außerdem muss ein Arzt eine Prognose abgeben, wann und unter welchen Umständen er wieder arbeitsfähig sein könnte. Der Eingliederungsplan muss mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, dem Modell zuzustimmen. Wenn er sich für das Modell entscheidet, muss er seine Zustimmung auf einem entsprechenden Formblatt an die Krankenkasse schicken.

Das sichert dem Arbeitnehmer den Bezug von Lohnersatzleistungen, so der Fachverlag. Der Arbeitnehmer muss das Übergangs- beziehungsweise Krankengeld bei seiner Rentenversicherung oder Krankenkasse beantragen. Die Eingliederung gilt rechtlich als Rehabilitation und muss vertraglich gesondert vereinbart werden. Dabei wird die vom Arbeitsvertrag abweichende Art der Beschäftigung festgehalten.

Der Arbeitnehmer gilt vor dem Gesetz weiterhin als arbeitsunfähig. Das heißt, der Arbeitgeber hat während der Maßnahme keinen Anspruch auf die Arbeitsleistung. Der Arbeitnehmer darf die Wiedereingliederung aus gesundheitlichen Gründen abbrechen.

Abgesehen von diesen arbeitsrechtlichen Aspekten braucht ein Mitarbeiter, der längere Zeit gefehlt hat, auch moralische Unterstützung. Lange Fehlzeiten haben schließlich oft physische und psychische Folgen für den Arbeitnehmer. Gerade wenn er noch nicht zu 100 Prozent gesund ist und noch nicht an seine früheren Leistungen heranreicht, nage das am Selbstbewusstsein, so der Verlag.

Während der Wiedereingliederung sollte er deshalb nicht komplett seine früheren Aufgaben übernehmen. Wichtig ist außerdem, das Team auf seine Rückkehr vorzubereiten. Der Arbeitgeber sollte unbedingt darauf achten, dass der zurückkehrende Mitarbeiter von seinen Kollegen gut aufgenommen wird, auch wenn er zunächst deutlich weniger als üblich arbeitet. Wird er mit Unverständnis konfrontiert, kann das die Probleme noch verstärken.

dpa-infocom


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