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Silvester-Kracher nicht auf dem Balkon zünden

Berlin Silvester-Kracher gehören grundsätzlich auf die Straße und nicht auf den Balkon.

Auf dem Balkon sei die Gefahr zu groß, dass die Rakete an einem darüber liegenden Balkon abprallt und wieder herunterkommt.

«Es muss immer gewährleistet sein , dass die Rakete senkrecht hochgehen kann», sagte Ulrike Rockland von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin. Außerdem sei es auf dem Balkon zu eng. Denn alle Anwesenden müssen sich nach dem Zünden mindestens acht Meter von dem Kracher oder der Rakete entfernen. «Das ist der Schutz-Radius, den man einhalten sollte.»

Auch unebene und sandige Böden sowie Rasen- und Ackerflächen sind ungeeignet. Am besten werden die Raketen daher immer auf der Straße oder auf einem Untergrund aus Asphalt gezündet. Bei Raketen ist außerdem die Befestigung wichtig. «Es muss etwas sein, was nicht umkippen kann», sagte Rockland. Die leere Sektflasche sei zwar besser als gar keine Halterung, ein Kasten mit Wasserflaschen biete aber wesentlich mehr Schutz. Mittlerweile gebe es auch Feuerwerke mit beiliegender Abschussrampe zu kaufen. Wenn schon mitgeliefert, sollten sie laut Expertin auch verwendet werden.

In Deutschland sind grundsätzlich nur Feuerwerkskörper und Kracher erlaubt, die ein BAM-Zulassungszeichen tragen. Das Zeichen beginnt mit dem Schriftzug «BAM», anschließend folgt ein «P» sowie eine «I» oder «II». Zum Schluss steht noch eine Zahlenkombination. Gefälschte Zulassungszeichen weisen laut Rockland oft nur ein «BAM» auf. Raketen und Kracher mit Zulassungszeichen erfüllen wichtige Sicherheitskriterien.

Bei Krachern aus dem Ausland ist dies oft nicht der Fall. «Feuerwerkskörper zum Beispiel aus den Niederlanden, Dänemark, aber auch Tschechien und Polen haben andere Eigenschaften», erklärte Rockland. Sie sind in Deutschland nicht zugelassen und dürften auch nicht über die Grenze mitgebracht werden. Denn sie enthalten laut Rockland oft andere chemische Substanzen.

In Deutschland sei zum Beispiel nur Schwarzpulver erlaubt, Kracher aus Polen dürften dagegen auch sogenannten Blitzknallsatz enthalten. «Die Explosionswirkung kann heftig sein», warnt die Expertin. Werde ein solcher Feuerwerkskörper zum Beispiel in der Hand gezündet, könnte der Betroffene dabei einen Finger oder sogar die ganze Hand verlieren.

Darüber hinaus zünden ausländische Kracher oft früher oder später als die in Deutschland zulässigen Produkte. «Ein Kracher darf frühestens nach drei Sekunden zünden und muss mindestens nach acht Sekunden fertig geschossen haben», erklärt die Sprecherin der BAM. Die ersten drei Sekunden benötigten die Betroffenen, um sich von dem Kracher oder der Rakete zu entfernen. Habe das Ganze nach acht Sekunden noch nicht gezündet, gingen manche zurück, um nachzusehen, ob der Feuerwerkskörper in Ordnung ist. Geht die Rakete in dem Moment hoch, in dem sich der Betroffene über sie beugt, kann er schwer verletzt werden.

dpa-infocom


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