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Zettel gewinnt Riesenslalom - Riesch Neunte

Semmering (dpa) - Maria Riesch tastet sich im Riesenslalom weiter an die absolute Weltspitze heran, dagegen will der Knoten im restlichen deutschen alpinen Damen-Team einfach nicht platzen.

Die 24 Jahre alte Skirennfahrerin aus Partenkirchen erreichte als Neunte beim Sieg der Österreicherin Kathrin Zettel die zweite Top-Ten- Platzierung im Riesentorlauf im WM-Winter. Als Fünfte war sie nach dem ersten Durchgang in Podest-Nähe. Dagegen blieb die Saison für Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) als Elfte sowie für die ausgeschiedene Viktoria Rebensburg (Kreuth) auch am Zauberberg im österreichischen Semmering wie verhext. «Weder Fisch noch Fleisch», haderte der deutsche Alpindirektor Wolfgang Maier, der zu allem Übel noch den verletzungsbedingten Ausfall von Carolin Fernsebner (Ramsau) beklagen musste.

Maria Riesch, die im Gesamtklassement mit 407 Punkten Dritte hinter Lindsey Vonn (USA/470 Punkte) und Tanja Pouitiainen (Finnland/418) ist, schwankte zwischen Zufriedenheit und Enttäuschung. «Ich wollte wieder in die Top-Ten und Konstanz in den Riesenslalom bringen. Das ist mir gelungen, aber Ziel ist es, irgendwann auch wieder auf dem Podest zu stehen», sagte die 24- Jährige. Nach Rang fünf im ersten Lauf hatte sie «ganz weit hinten im Hinterkopf» gar einen Stockerlrang. Da will auch Kathrin Hölzl irgendwann wieder hin. «Ich probiere es einfach weiter bis es klappt. Und wenn das bei der WM ist, ist mir das jetzt alles egal», sagte die 24-Jährige.

«Unsere Damen schlagen sich selbst, weil sie besser sind, als sie es zeigen», sagte Maier. Während sich seine drei Starterinnen im zweiten Durchgang allesamt verschlechterten, zeigte im malerisch verschneiten Luftkurort einmal mehr Shootingstar Lara Gut wie es geht. Der 17-jährige Teenager aus der Schweiz fuhr im zweiten Lauf von 15 auf 3 vor - nur Zettel und Manuela Mölgg (Italien) musste sie danach vorbei lassen. Das Zeug zu solchen Zeiten hat auch Rebensburg, aber mit Zwischenbestzeit vor Gut schied sie eben aus. «Gewisse Dinge muss man lernen», sagte Maier.

Der größte Wermutstropfen im rund eine Autostunde von Wien entfernten Semmering war aber die Verletzung von Carolin Fernsebner. Die 22-Jährige aus Ramsau stürzte und musste mit einer Verletzung am linken Knie ins Krankenhaus nach Inzell gebracht werden. Ersten Diagnosen zu Folge ist der Schienbeinkopf verletzt, möglicherweise auch der Meniskus betroffen. Ihr droht das Aus für die Weltmeisterschaften vom 2. bis zum 15. Februar im französischen Val d'Isère.

Am 29. Dezember steht in Semmering noch ein Nacht-Slalom auf dem Programm. Dort wollen gleich zehn deutsche Damen im letzten Rennen des Jahres überzeugen. «Ich hoffe, dass der Sieg von Maria in La Molina eine gewisse Initialzündung für den Rest des Teams war», sagte Damen-Cheftrainer Mathias Berthold.

dpa-infocom


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