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Mainz 05

Bo Svensson ist wieder gesund

Mainz Der Fußball-Zweitligist FSV Mainz 05 hat gestern Abend das Testspiel gegen den Drittligisten Kickers Offenbach mit 2:1 (1:0) gewonnen.

Nach einem einjährigen Verletzungs-Martyrium feierte der dänische Innenverteidiger Bo Svensson ein hoffnungsvolles Comeback. Der in der zweiten Hälfte eingesetzte brasilianische Testspieler Estevao Toniato (Stade Tunisien) spielte als Stopper ein wenig riskant.

Bo Svensson war nach dem Abpfiff nicht mehr zu greifen. Über die Gefühlslage des Innenverteidigers des FSV Mainz 05 lässt sich also nur spekulieren. Man darf davon ausgehen, dass der Däne rundum erleichtert und glücklich war nach dem 2:1 (1:0)-Testspielsieg gestern Abend gegen Kickers Offenbach. Ein Jahr lang hat Svensson nicht mehr gegen den Ball getreten, eine Achillessehnenoperation plus diverse Folgeerscheinungen hatten den 28-Jährigen komplett aus der Bahn geworfen, von einem möglichen Karriereende war schon die Rede.

Vor diesem Hintergrund lieferte der Däne gestern Abend auf einem betonhart gefrorenen Bruchwegrasen bei Temperaturen um minus zehn Grad Celsius ein überzeugendes 45-minütiges Comeback ab. Der wichtigste Aspekt: Svensson wirkte körperlich fit, gesund, beschwerdefrei. Der Rest dürfte eine Frage von Selbstvertrauen und Spielpraxis sein. Auf Anhieb demonstrierte Svensson wieder seine Stärken: vorausschauendes Stellungsspiel in der Defensive und starke, intelligente Spieleröffnung.

Auch in seinen vielen (gewonnenen) Zweikämpfen zog der Dauerrekonvaleszent nicht zurück. Wie es um die Antrittsschnelligkeit des Dänen bestellt ist, das ließ sich gegen die Kickers nicht überprüfen, dafür war der Drittligist in der Offensive einfach zu schwach. "Bo hat keine Beschwerden mehr, jetzt können wir ihn aufbauen", erklärte ein zufriedener 05-Coach Jörn Andersen nach dem Abpfiff. "Am liebsten wäre es uns, Svensson würde wieder richtig zurückkommen. Aber parallel dazu schauen wir uns nach einer Alternative um."

Die Alternative hieß gestern Abend in der zweiten Hälfte Estevao Toniato. Der brasilianische Testspieler, groß geworden bei Atletico Mineiro und seit 2005 aktiv beim tunesischen Erstligisten Stade Tunesien, war den 05ern von dessen Berater Henry Hennig (Berlin) angeboten worden. "Er hat überragende Fitnesswerte, und auch im Training hat er uns gestern gut gefallen", sagte Jörn Andersen. "Wir schauen ihn uns mal in Ruhe an. Aber er hat auch noch Anfragen von anderen Zweitligisten." Wie Fußball funktioniert, das zeigte sich gegen die Offenbacher deutlich, das muss man dem 1,89 Meter großen Brasilianer sicher nicht mehr erklären. Der 29-Jährige fügte sich wie selbstverständlich in die Vierer-Abwehrkette ein. Technisch stark, flott auf den Füßen, geschickt im Zweikampf, stark in Bedrängnis auf engem Raum, gutes Auge in der Spieleröffnung.

Was Andersen allerdings auffiel , das war die eigenwillige Interpretation des Hünen von defensivem Stellungsspiel. "Er spielt die brasilianische Viererkette", sagte der Norweger, leicht ironisch. Sollte heißen: Toniato rückte früh, ausgesprochen risikoreich hinten raus, phasenweise spielte der Stopper wie ein defensiver Mittelfeldspieler. Was bei entsprechender taktischer Schulung der Mainzer Verschiebe- und Absicherungsgewohnheiten allerdings nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. "Mal sehen, was wir machen", resümierte Andersen. "Wir haben auch noch ein paar andere Namen auf dem Zettel."

Starke Szenen hatte gestern Abend auch der lange verletzte Daniel Gunkel. Ein Sprinter wird der zentrale Mittelfeldspieler nicht mehr, aber seine öffnenden Pässe aus dem Stand waren zuweilen wieder eine echte Bereicherung. "Daniel Gunkel hat in der ersten Hälfte aber auch ein paar schlampige Pässe gespielt", kritisierte der 05-Chefcoach. "Man merkt schon, dass ihm noch Spielpraxis fehlt." Einen schweren Stand hat nach wie vor Jahmir Hyka. Der kleine Albaner wirke verunsichert, analysierte Andersen, "der Rhythmus ist nicht da".

Der seitliche Mittelfeldspieler , sicher ein hervorragender Techniker, konzentrierte sich gestern Abend sehr auf die taktischen Abläufe. Hyka fehlt das Distanzgefühl zu seinen Nebenleuten. Im Moment denkt der Albaner zu sehr nach, das raubt ihm jene Inspiration, mit der er im Sommer als Neuzugang am Bruchweg angetreten war. (Reinhard Rehberg)

RZO


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