Jungen Lehrern fehlt der Praxisbezug im Studium
München Angehenden Lehrern fehlt oft der Praxisbezug im Studium.
Das sagen zumindest viele bayerische Lehramtsstudenten in einer Studie der Universitäten München und Würzburg.
Demnach stehen auf der Wunschliste der Befragten unter anderem mehr Praktika an Schulen und mehr Unterrichtssimulationen. Bemängelt wird auch, dass nicht genug didaktische und psychologische Kenntnisse vermittelt werden. Befragt wurden rund 560 Referendare und gut 50 Seminarleiter im Auftrag des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes.
Mit der derzeitigen Lehre sind laut der Studie nur wenige zufrieden. So geben 60 Prozent der Befragten an, dass ihnen das an der Universität erworbene Wissen im Unterricht selten oder nie geholfen habe. Insgesamt wird die universitäre Lehrerbildung in Bezug auf Kompetenzen wie Unterrichten und Erziehen knapp mit der Note «ausreichend» bewertet.
Am schlechtesten fühlen sich die Befragten vorbereitet, wenn es um neue Wege und Innovationen im Schulsystem geht. In diesem Bereich benoten sie das Lehramtsstudium durchschnittlich mit der Note 4,5. Am besten bewerten die Referendare dagegen die Vermittlung der Fähigkeit, die Leistungen ihrer Schüler zu beurteilen. Hier vergeben sie immerhin die durchschnittliche Schulnote 3,8.
dpa-infocom
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