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Mainz 05

Lieber FCK-Derby als Bayer-Bank

Mainz Das Zweitligaderby heute Abend (20.15 Uhr) auf dem Betzenberg zwischen dem FSV Mainz 05 und dem 1. FC Kaiserslautern ist um eine Nuance reicher.

Keeper Dimo Wache hatte in der Winterpause ein lukratives Angebot von Bayer Leverkusen: Hätte der 05-Kapitän zugesagt, würde heute Abend Christian Wetklo im Kasten stehen.

Diese Information sickerte am Wochenende aus Leverkusen durch. Bayer-Sportdirektor Rudi Völler, der in der Winterpause wegen heftiger Verletzungsprobleme dringend einen zweiten Mann suchte hinter Stammtorhüter René Adler, hatte als Wunschkandidat Dimo Wache auf dem Zettel. Das finanziell lukrative Angebot ging dem 35 Jahre alten Kapitän des FSV Mainz 05 im Trainingslager in Andalusien zu.

"Das stimmt, aber mehr werde ich dazu nicht sagen", erklärte Wache am Sonntag auf MRZ-Anfrage. "Ich habe darüber nachgedacht, aber ich habe dann abgesagt. Ich will spielen und nicht auf der Bank sitzen. Ich habe Ziele mit Mainz 05, ich will aufsteigen und im Pokal weit kommen, damit ist das Thema durch." Bayer Leverkusen verpflichtete daraufhin den früheren Hertha-Keeper Gabor Kiraly aus England - das mag als Beleg genügen, um zu erahnen, dass ein Bankplatz in Leverkusen auch gut für das Bankkonto ist.

Mit Mainz 05 im DFB-Pokal weit kommen , das hat schon mal funktioniert. 3:1 in Freiburg. Am Einzug ins Viertelfinale hatte Dimo Wache seinen Anteil. "Ich war mit meiner kompletten Vorrunde nicht zufrieden", erläutert der 35-Jährige. "In Freiburg habe ich mich wieder gefühlt wie zu Bundesligazeiten. Ich bin jetzt seit Monaten verletzungsfrei, ich fühle mich körperlich topfit, das wirkt sich auch auf den Kopf aus. Und das macht mich stark." Als Torwart müsse man immer hundertprozentig da sein, "nur so kannst du Spiele mitgewinnen".

Und das ist für Wache nun auch die Aufgabe im heißen Derby heute Abend auf dem Betzenberg. "Da werden einige hohe Dinger in meinen Strafraum segeln, aber ich muss auch hinter der Abwehr Bälle ablaufen." Das riecht nach Arbeit. Auch für die Vorderleute. "Wir müssen die zweiten Bälle gewinnen", sagt Wache. "Aggressivität, Laufstärke, Willenskraft, nach vorne vernünftig Fußball spielen, wenn uns das gelingt, wie in der zweiten Halbzeit in Freiburg, dann haben wir eine hohe Qualität. Und dass wir beim 3:3 im Hinspiel mal 3:0 geführt haben, das haben wir auch noch im Hinterkopf." Den Unterschied könnte sich im Verlauf der 90 Minuten im Mittelfeldzentrum auftun. Da haben die 05er mit Abräumer Milorad Pekovic, dem aus der Tiefe das Spiel aufziehenden, mit Übersicht gesegneten Miroslav Karhan und dem offensivstarken Vorlagengeber Markus Feulner eine bemerkenswerte Mischung gefunden aus Kampfkraft und Spielkunst.

Die strategische Aufteilung in Freiburg nach der Pause hat auch Karhan überzeugt. "Als ich mit Peko die Doppelsechs gespielt habe und Markus weiter nach vorne verschoben Druck gemacht hat, da hat das sehr gut funktioniert", erklärt der Routinier. "Aber man muss natürlich sehen, dass wir auch wegen des schnellen Führungstors mehr Räume bekommen haben." Lautern habe den Vorteil, von der gewaltigen Zuschauermenge gepusht zu werden. "Wir wissen, dass wir mit einer Leistung wie in Freiburg in der zweiten Halbzeit immer etwas Gutes machen können, auch in Kaiserslautern. Wenn wir unser Spiel konsequent umsetzen, bekommen wir Räume für Konter. Und dann können wir sehr gefährlich sein."

Diskussionen um seinen im Sommer auslaufenden Vertrag am Bruchweg interessieren Karhan im Moment eher wenig. Sein fünf Jahre alter Sohn wolle zwar zum besseren Erlernen der Heimatsprache gerne in eine slowakische Lehranstalt eingeschult werden. "Aber", so der 32-Jährige, "das entscheiden ja immer noch meine Frau und ich." Nun müsse demnächst erst mal ein Angebot vom Klub auf den Tisch. "Und dann habe ich prinzipiell kein Problem damit, in Mainz zu bleiben. Alles was den Fußball betrifft, das habe ich hier." Wichtiger sei aber in diesem Moment der Aufstiegskampf. "Und da hängt in erster Linie alles von uns ab", so Karhan. Das gelte auch für das Derby. "Ob Lautern lange Bälle schlägt oder kombiniert, das ist egal. Wenn wir unser Spiel durchdrücken, dann machen wir etwas." (Reinhard Rehberg)

RZO


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