pic Zählpixel

Erneut „halber ICE“ nach Köln: Qualvolle Enge für Narren

Montabaur/Limburg Es war Weiberfastnacht, einer der Haupttage des rheinischen Karnevals. Entsprechend hoch war auch das Fahrgastaufkommen an den ICE-Bahnhöfen in Richtung Köln. Und wieder hatte die Bahn AG wie bereits in den Jahren zuvor nur „einen halben ICE“ im Einsatz.

450 Sitzplätze, obwohl vorhanden, blieben komplett abgesperrt. Hunderte Karnevalisten aus der Region, die die Hinfahrt nach Köln zum Teil in qualvoller Enge stehend ertragen mussten, reagierten stinksauer.

Am Bahnsteig rannten die Fahrgäste zum hinteren Zugteil, vor den ersten erreichbaren Türen bildeten sich Schlangen: Erregte Diskussionen, Beschimpfungen. Ein leicht gestresster Zugführer versuchte, den ICE so schnell wie möglich abzufertigen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus reagierte mit Unverständnis darauf, dass die Deutsche Bahn AG auf ein Großereignis, das alljährlich mehr als eine Million Besucher anzieht, seit Jahren nicht reagiert. Als Minimalbesatzung seihen lediglich zwei Zugbegleiter erforderlich, um die Kapazität von rund 450 auf 900 Sitzplätze zu verdoppeln.

Bahnsprecher Bernd Honerkamp bedauerte auf Nachfrage unserer Zeitung die mangelnde Flexibilität und gelobte Besserung für 2010. Nach den Erfahrungen, so Honerkamp, sei die Nachfrage an Rosenmontag geringer: „Es dürfte an diesem Tag weniger eng zugehen.“ Eine personelle Aufstockung sei jedenfalls nicht geplant.

Do, 19. Feb. 2009, 16:22 © Rhein-Zeitung & Rhein-Zeitung
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet