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Lange gewinnt bei seiner letzten Bob-WM Silber

Lake Placid Gegen den «night train» von Steven Holcomb hatte André Lange nicht den Hauch einer Chance.

Doch nach einer Achterbahn-Saison und der Enttäuschung im kleinen Schlitten feierte der dreimalige Olympiasieger einen versöhnlichen Abschied mit Silber im Viererbob.

Der entthronte Titelverteidiger , der bei seiner letzten Weltmeisterschaft mit seiner Crew Alexander Rödiger, Kevin Kuske und Martin Putze in allen vier Läufen Startbestzeiten hinlegte, hatte am Ende 97/100 Sekunden Rückstand auf den Holcomb. Der US-Amerikaner fuhr mit seinem schwarzen Bob mit Namen «night train» und auf seiner Hausbahn in einer eigenen Liga.

Für die Deutschen gab es damit erstmals seit der WM 1999 in Cortina d'Ampezzo kein Gold in den olympischen Bob-Wettbewerben. Dritter wurde der Lette Janis Minins, der im Wimpernschlag-Finale gegen Lange mit 3/100 Sekunden unterlag. Der WM-Zweite im kleinen Schlitten, Thomas Florschütz aus Riesa, landete auf Rang 13.

«Wir haben uns noch nie so über Silber gefreut wie jetzt. Wir genießen den Moment nur, denn wir haben alles aus diesem Schlitten herausgeholt. Mehr als Silber war bei der Überlegenheit von Steven nicht drin», sagte der sichtlich gerührte Lange, der die Freude mit seinen Anschiebern teilte: «Die Jungs haben einen Riesenjob gemacht und die Querelen der letzten Wochen und Monate einfach abgestreift.»

Für Thomas Florschütz lief es alles andere als rund. Erst riss im Abschlusstraining das Chassis am Schlitten, dann musste er kurz vor dem Start noch Andreas Barucha ersetzen, der über Rückenschmerzen klagte. Für ihn kam Enrico Kühn in den Schlitten, der am Sonntag wiederum von Thomas Pöge ersetzt wurde. «Wir konnten hier keine Wunder erwarten, ich war nicht vom Glück verfolgt. Langsam habe ich auch keine Lust mehr, mit solchen Geräten gegen die Weltelite anzutreten», kritisierte er erneut das Viererbob-Material von der FES. «Wir wollen in Vancouver den besten Schlitten stellen, nicht jetzt», konterte FES-Schlittenbauer Christoph Langen.

Für Karl Angerer aus Königssee waren die Titelkämpfe bereits nach dem ersten Lauf beendet, als er mit seinem Singer-Bob umkippte. Dabei verletzte sich Andreas Udvari an der Rippe. Nach seiner bislang besten Saison mit zwei Weltcup-Siegen war er am Boden: «Nach der tollen Saison bin ich natürlich sehr enttäuscht, wir wollten diese hier richtig abrunden», sagte der Bayer.

dpa-infocom



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