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Allergien schützen womöglich vor Krebs

Wiesbaden Allergien schützen womöglich vor Krebs. Sie gelten daher offenbar zu Unrecht als krankhafte Überreaktion des Immunsystems.

Manche Krebstypen kämen bei Allergikern seltener vor als bei Nicht-Allergikern.

Das erläutert Prof. Reiner Hartenstein vom Berufsverband Deutscher Internisten in Wiesbaden. Das betreffe vor allem Krebserkrankungen, die in der Mundhöhle, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Gebärmutter, Haut, im Darm oder Gehirn auftreten. Einer aktuellen wissenschaftlichen Studie zufolge verringern Hautekzeme, Heuschnupfen, Insektenstich-, Lebensmittel- und Tierallergien das Krebsrisiko am stärksten.

Als Grund ist laut Hartenstein zu vermuten, dass die Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Umweltfaktoren den Körper vor eindringenden krebsauslösenden Schadstoffen schützt. An sich harmlose Pollenkörner können etwa mit krebserregenden Schwermetallen oder Pestiziden belastet sein. Das Immunsystem eines Allergikers fördert dann möglicherweise die Ausscheidung dieser Stoffe, bevor sie das Erbgut schädigen können - und schützt so vor Krebs.

dpa-infocom



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