Lage des Landes: Deutsche zunehmend pessimistisch
Stuttgart/München Mehr Sorge um den Standort Deutschland - 89 Prozent aller Deutschen schätzen die aktuelle Lage der Bundesrepublik im ersten Quartal 2009 als «eher schlecht», «schlecht» oder befriedigend ein.
Das sind 15 Prozentpunkte mehr als noch 2008. Das ergab der in Stuttgart veröffentlichte Allianz Zuversichtsindex. Der Versicherer ließ gemeinsam mit der Universität Hohenheim 1500 Menschen repräsentativ befragen. Bei der Sicherheit der Arbeitsplätze sank im Jahresvergleich der Anteil der Zuversichtlichen von 11 Prozent auf nur noch 4 Prozent. Die Umfrage wird vierteljährlich veröffentlicht.
Ihre persönliche Situation schätzen im Gegensatz zur Sicht auf das gesamte Land mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) als «gut» oder «sehr gut» ein. Das waren nur fünf Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Im Vergleich der Bundesländer sind die Hamburger weiter die Optimisten, was das eigene Lebensumfeld angeht. 68 Prozent der Befragten sehen ihre Situation als «sehr gut» und «gut» an. Schlusslichter waren hingegen Sachsen und Sachsen-Anhalt, wo nur 37 beziehungsweise 29 Prozent der Befragten ihre persönliche Lage positiv sahen.
Nach Angaben von Frank Brettschneider von der Uni Hohenheim kündigte sich die Schere zwischen der Beurteilung der allgemeinen und der persönlichen Lage bereits 2008 an - «Die beginnende Rezession, die Kurzarbeit sowie die angekündigten Stellenstreichungen vor allem in den produzierenden Bereichen» trügen dazu bei.
dpa-infocom
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