Schulbus-Test des ADAC: Viele Fahrer zu schnell
München Raserei der Fahrer, überfüllte Busse und technische Mängel - die Sicherheit der Kinder in Deutschlands Schulbussen ist nach Ansicht des ADAC zum Teil erheblich gefährdet.
Beim zweiten ADAC-Schulbustest wurde bei rund 80 Prozent der Fahrten überhöhtes Tempo moniert, zum Teil wurde die Höchstgeschwindigkeit um bis zu 30 Stundenkilometer überschritten. Wie der ADAC am Donnerstag in München weiter mitteilte, wurden 72 Fahrten in 12 Bundesländern begutachtet - ein knappes Drittel fiel dabei mit der Note «mangelhaft» glatt durch.
Ein weiteres Drittel der getesteten Fahrten wurde lediglich mit «ausreichend» bewertet, lediglich ein Drittel bekam die Note «gut» beziehungsweise in einem einzigen Fall in Schleswig-Holstein sogar ein «sehr gut». Eine wesentliche Ursache der Mängel sieht der Autoclub in nicht ausreichenden öffentlichen Zuschüssen für die Schülerbeförderung. Die Busunternehmer seien deshalb zu äußerst knappen Kalkulationen gezwungen, rasende und gestresste Fahrer sowie zusammengepferchte Schüler seien die Folge.
Zusammen mit der Polizei nahm der ADAC zudem einen Technik-Check bei 89 Schulbussen in 9 Bundesländern vor. Das Ergebnis: Jeder achte Bus hatte erhebliche technische Mängel, einer musste sogar aus dem Verkehr gezogen werden. Beanstandet wurden vor allem Lenkung, Bremsen oder Reifen.
dpa-infocom
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