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TuS Koblenz

Aufholjagd mit Folgen - Koblenzer Kräfteverschleiß sichtbar

Koblenz Die TuS durchschreitet nach ihrer Erfolgsserie derzeit ein kleines Tal.

Aus dem will sie aber in zwei Wochen mit neuen Kräften auch schnell wieder heraus. Trainer Uwe Rapolder jedenfalls glaubt nach wie vor fest an sein Team.

1:2 in Kaiserslautern, 1:1 gegen Hansa Rostock - der TuS-Motor, der vor Wochen noch so schön rund lief und den Klub komfortabel zum Ziel Klassenverbleib zu kutschieren schien, ist ins Stottern geraten. Aber auch nach dem mageren Remis gegen erstaunlich wehrhafte Ostsee-Kicker versicherte der Koblenzer Trainer Uwe Rapolder, dass noch genügend Benzin im Tank ist, um am Ende nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.

Gegen die Hansa wurde indes - wie schon in Lautern - deutlich, dass so manchem Akteur ein paar PS fehlen. Bei Goran Sukalo beispielsweise wird der Kräfteverschleiß der vergangenen harten Wochen im Abstiegskampf besonders deutlich. Was aber auch nicht wundert. "Er hat über ein Jahr kein Fußball gespielt. Da musste das irgendwann kommen", schickte Rapolder die Erklärung hinterher.

Ein weiteres Sorgenkind ist Zoltan Stieber. Nach drei Treffern und zwei Torvorlagen in den Partien gegen Wehen, Fürth, Augsburg und Osnabrück ist der Anfangselan des 20-Jährigen verpufft. Stieber hat für die TuS schon überragende Vorstellungen abgeliefert, aber da er körperlich (noch) nicht der Stabilsten einer ist, sind diese Darbietungen des unbedarften Neulings auch sehr an die Substanz gegangen.

So ist Rapolder froh, in den nächsten zwei Wochen Zeit zu haben, auch noch einmal an der Fitness-Schraube drehen zu können. "Wir werden intensiv trainieren und dabei nicht zuletzt die körperliche Verfassung der Spieler im Auge haben", wagte der Coach einen Ausblick.

Gegen Rostock ließ es die TuS aber zudem an Durchschlagskraft im Sturm vermissen. Chancen, die Partie nach einer total verschlafenen Halbzeit doch noch zu gewinnen, gab es zur Genüge. Dass insbesondere Sukalo zweimal in aussichtsreicher Position scheiterte und zudem der ansonsten vor dem Tor eiskalte Ardijan Djokaj einmal kläglich vergab, kommt nicht von ungefähr. Denn auch Djokaj pendelte in den vergangenen Wochen stets zwischen Verletzungspause und Spieleinsatz hin und her. Mit der fehlenden Kraft geht dann irgendwann bekanntlich auch die Konzentration aufs Wesentliche verloren. Und das sind im Fußball nun einmal die Tore. Die zu erzielen, so Rapolder, sei seine Mannschaft aber jederzeit wieder in der Lage. Auch in den kommenden Partien in Nürnberg, gegen 1860 und in Duisburg. "Warum sollen wir da nichts holen?", stellte Rapolder die eher rhetorische Frage. Klar, wenn genug Benzin im Tank ist ... Klaus Reimann

Goran Sukalo behauptet in dieser Szene den Ball gegen Fin Bartels. Der Rostocker Mittelfeldspieler sah kurz vor Schluss der Partie noch die Rote Karte. Foto: Thomas Frey

RZO



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