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Von Gerold Löhle, dpa-AFX

DAX schließt gut behauptet

Frankfurt/Main - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag nach einer Berg- und Talfahrt im späten Handel größtenteils mit Aufschlägen ins Wochenende verabschiedet.

Nach einer unerwartet eingetrübten Stimmung unter den US-Einkaufsmanagern im Dienstleistungssektor fiel der DAX kurzzeitig zurück, rettete sich aber zum Handelsschluss mit einem Aufschlag von 0,07 Prozent ins Plus auf 4.384,99 Zähler. Auf Wochensicht ergab sich damit ein Gewinn von 4,32 Prozent. Der MDAX der mittelgroßen Werte stieg am Freitag um 1,49 Prozent auf 4.871,98 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDAX schaffte es indes nicht in die Gewinnzone und verzeichnete Verluste von 1,77 Prozent auf 501,18 Zähler.

Matthias Jasper, Leiter Aktienhandel bei der WGZ Bank, sagte: "Was wir in den vergangenen Tagen gesehen haben, war eine Liquiditätsrally. Viele Investoren wollen nach den teilweise deutlichen Kursgewinnen keine hohen Bestände mit ins Wochenende nehmen und nehmen daher erst einmal Gewinne mit."

Die Merck KGaA und MAN läuteten die Saison der Hauptversammlungen ein, in der die Anleger wegen des aktuellen Konjunkturabschwungs laut Experten mit niedrigeren Ausschüttungen zufrieden sein müssen. MAN-Aktien schafften es ins Plus und gewannen 3,31 Prozent auf 39,61 Euro. Ein Händler sagte: "Die Aussagen von der Hauptversammlung enthalten nichts Neues - entsprechend erholt sich die Aktie mit dem Markt." MAN-Chef Hakan Samuelsson erwartet für den arg gebeutelten Lastwagenmarkt nach wie vor keine schnelle Besserung. Dagegen büßten Papiere von Merck 2,87 Prozent auf 66,65 Euro ein. Händler bemängelten die anhaltend skeptische Einschätzung der Marktlage durch den Pharma- und Chemiekonzern. Ein Händler sagte: "Der Nebel hat sich noch nicht gelichtet und Merck sieht sich weiter nicht in der Lage, einen Ausblick auf 2009 zu geben - das belastet." 2009 werde ein schweres Jahr. Unterdessen sehe sich Merck nicht unter Druck, Zukäufe zu tätigen.

Autowerte gehörten erneut zu den Favoriten der Anleger. Händler führten dies auf eine allgemein wieder verbesserte Stimmung für Autowerte zurück. Die weltweiten Absatzzahlen seien nicht so schlecht wie erwartet ausgefallen und dies spiegele sich auch in den jüngsten Analystenstudien wider. So hatte die Credit Suisse am Morgen den europäischen Autosektor von "Market Weight" auf "Overweight" hoch gestuft. Bereits am Vortag hatte sich Bernstein positiv zu dem Sektor geäußert. Daimler-Titel gewannen an der DAX-Spitze 5,85 Prozent auf 23,600 Euro. Für Papiere von BMW ging es trotz eines gesenkten Ratings durch Moody's um 3,83 Prozent auf 27,120 Euro hoch.

BASF-Titel verteuerten sich um 4,55 Prozent auf 25,96 Euro. Am heutigen Tag sei die "Happy Hour" der Branchenführer als Krisengewinner, zu denen BASF im Chemiesektor gehöre, begründete Halver die Kursentwicklung. Ein Händler verwies zudem auf einen charttechnischen Ausbruch des STOXX Chemie-Branchenindex über die 90-Tage-Linie. Die von den Wettbewerbsbehörden in den USA und China genehmigte Übernahme von Ciba hatte indes keinen erkennbaren Einfluss auf die Aktie.

Das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 Media will insgesamt bis zu 4,9 Millionen auf den Inhaber lautende stimmrechtslose Vorzugsaktien über die Börse zurückkaufen, worauf die Aktie im MDAX um 32,06 Prozent auf 1,73 Euro hochschoss. "Das stützt die Aktie", kommentierte ein Händler die Nachricht. Continental-Papiere knüpften an die Vortagesgewinne an und sprangen nach Spekulationen um einen Teilverkauf und Nachrichten, den Einkauf mit Großaktionär Schaeffler zusammenzulegen, um 13,03 Prozent auf 16,05 Euro hoch. Das Börsenblatt "Platow Brief" berichtete von einem Interesse Pirellis an der Lkw-Reifensparte des von Schaeffler übernommenen Autozulieferers. Die Italiener haben den Bericht laut Händlern dementiert.

Bei Praktiker-Aktien sorgte laut Händlern eine aufgehellte Einschätzung der Lage in Osteuropa für Kursgewinne von 7,42 Prozent auf 4,78 Euro. Für Symrise-Titel ging es nach Zahlen eines Konkurrenten um 6,42 Prozent auf 9,95 Euro hoch. Der Schweizer Aromen- und Riechstoff-Hersteller Givaudan hatte im ersten Geschäftsquartal zwar einen deutlicher als erwarteten Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Für den weiteren Geschäftsverlauf geben sich die Schweizer indes vorsichtig optimistisch und sind weiter zuversichtlich, dass der Konzern 2009 stärker als der Gesamtmarkt wachsen wird. Bei den Technologiewerten büßten Q-Cells nach negativen Aussagen eines Konkurrenten um 5,87 Prozent auf 15,39 Euro ein.

dpa-infocom



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