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Konjunktur

Wirtschaftskrise erreicht den Einzelhandel

Hannover - Die Wirtschaftskrise hat jetzt auch den Einzelhandel erreicht. «Bislang hat uns die Krise nicht so hart getroffen wie andere Branchen.»

Das sagte der Geschäftsführer des niedersächsischen Einzelhandelsverbands, Hans-Joachim Rambow, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Hannover. «Aber die Zahlen des vergangenen Quartals sind sicherlich keine Jubelzahlen.»

In den ersten drei Monaten dieses Jahres verzeichne etwa der Schuhhandel Einbußen zwischen fünf und acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch Bekleidungsgeschäfte hätten weniger Umsatz gemacht. Das liege allerdings auch am Wetter: Wegen des langen Winters habe das lukrative Frühjahrsgeschäft verspätet begonnen.

«Über die Krise wird ja schon seit mehr als einem halben Jahr geredet», sagte Rambow. «Jetzt ist sie auch bei den Verbrauchern angekommen.» Wirtschaftskrisen träfen den Einzelhandel in der Regel mit Verzögerung. Angesichts drohender Kurzarbeit oder sogar drohender Arbeitslosigkeit hielten jetzt allerdings viele Menschen ihr Geld zurück. Daher sei auch beim Verkauf von Möbeln und Elektrogeräten mit Umsatzeinbußen zu rechnen. Dort gebe es allerdings noch keine konkreten Quartalszahlen.

Mit einem Rückgang beim Verkauf von Möbeln und Elektrogeräten ist laut Rambow auch wegen der Abwrackprämie für Altwagen zu rechnen: «Wer sich jetzt einen Neuwagen zulegt, kauft nicht sofort danach neue Möbel. Möglicherweise werden solche Käufe dann aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.» Bedingung dafür sei aber, dass sich die wirtschaftliche Lage nicht weiter verschlechtere.

Auch an den Bestellungen des Einzelhandels bei der Industrie lasse sich die Wirtschaftskrise ablesen. «Wegen des zu erwartenden Konsumrückgangs bestellen die Händler jetzt weniger Ware als zuvor», sagte Rambow. Zudem informierten sich inzwischen viele Einzelhändler über Möglichkeiten, auf Kurzarbeit umzustellen. Einzelne Unternehmen, etwa in der Baumarktbranche, hätten bereits Kurzarbeit eingeführt.

Über die weitere Entwicklung im Einzelhandel wollte Rambow keine Prognose abgeben: «Alles hängt sehr stark von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ab, und die lässt sich nur sehr schwer vorhersehen. Aber wenn am Ende des Jahres im Einzelhandel nur ein kleiner Verlust steht, wäre das schon ein Erfolg.»

dpa-infocom



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