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Lehrer wollen Image verbessern

Berlin - Mit dem Image der Lehrer in Deutschland steht es nicht zum Besten.

So meinen 54 Prozent der Bundesbürger, viele Lehrer klagen über ihre berufliche Belastung.

Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, die an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt wird. Das Urteil über die Lehrer eigener Kinder fällt positiver aus. So meinen nur 23 Prozent der Eltern, dass der Lehrer der eigenen Kinder, den man am besten kennt, viel über seine Belastung klagt.

Angesichts drohenden Lehrermangels will der Deutsche Philologenverband das Ansehen der Pädagogen nun aufpolieren. «Wir wollen das Lehrerimage in Deutschland verbessern und den Lehrerberuf damit aufwerten», sagte der Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger der dpa.

Nach dem Tiefpunkt zu Beginn der 90er Jahre stiegen die Zahlen der Studienabgänger mit dem Ziel des Lehrerberufs zwar wieder an. «Bei Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik stehen wir aber vor großen Problemen», sagte Meidinger. «Hier gibt es viel zu wenig Abgänger.»

Meidinger sprach sich für einen stärkeren Mix an Unterrichtsmethoden an den Schulen aus. «Schüler erreicht man nicht wie früher mit durchgängig lehrerzentriertem Unterricht», sagte er. Die Schulen seien hier schon besser als ihr Ruf, gerade weil für viele jüngere Lehrer die Methodenvielfalt schon an der Uni zur Normalität gehöre. «Es ist aber noch ein weites Stück zu gehen.»

dpa-infocom