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Kondome unverzichtbar im Kampf gegen Aids

Köln - Der Einsatz von Kondomen ist nach Einschätzung von UNICEF Deutschland unverzichtbar im weltweiten Kampf gegen Aids.

«Kondome sind ein Teil der Präventionsstrategie in den von Aids betroffenen Ländern, und diese ist eingebettet in die weltweite Kampagne von UNICEF und anderen Organisationen, um Kinder und Heranwachsende vor Aids zu schützen», sagte Sprecherin Helga Kuhn der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Man muss alles tun, um diese Epidemie einzudämmen. Kondome sind ein wichtiger Baustein, und es darf kein Baustein ungenutzt bleiben.» Papst Benedikt XVI. hatte zu Beginn seiner Afrika-Reise in Kamerun gesagt, das Aids-Problem lasse sich nicht mit Kondomen lösen, deren Nutzung verschlimmere das Problem sogar. Die Äußerung war auf viel Kritik gestoßen.

Es könne nicht um die Frage gehen , ob Kondome verteilt werden oder nicht, sagte Kuhn. Wenn man auf Kondome verzichten würde, werde das negative Konsequenzen haben, betonte die Sprecherin der Kinderhilfswerks in Deutschland. Zugleich stellte sie aber auch klar: «Man kann nicht einfach Kondome verteilen, sondern muss das mit einer umfassenden Aufklärungsstrategie verbinden. Es muss immer eine umfassende Aufklärungsstrategie geben.» Es sei essenziell, «dass man Frauen und Mädchen überall das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung einräumt».

Zur weltweiten Kampagne gegen die Epidemie gehören UNICEF zufolge auch der Schutz vor einer Virus-Übertragung von der Mutter auf das Kind vor oder während der Geburt und die weitere Verbesserung der medizinischen Versorgung für infizierte Kinder. Die Todesrate von HIV-infizierten Neugeborenen sinkt rapide, je früher sie getestet und behandelt werden. UNICEF kümmert sich auch um und eine bessere Betreuung der Aids-Waisen. «In Afrika wird die Zahl der Aids-Waisen auf zwölf Millionen Kinder geschätzt, die einen oder beide Elternteile verloren haben», sagte Kuhn. «Seit 2005 sind weltweit mehr als 1,2 Millionen Kinder an der Immunschwäche gestorben.» Von 33 Millionen HIV-Infizierten lebten 2007 rund 67 Prozent in Afrika südlich der Sahara.

Das positive Beispiel Uganda zeige , dass die Infektionszahlen zurückgehen, wenn für umfassende Prävention einschließlich des Einsatzes von Kondomen konsequent geworben werde. «Die Regierung dort unterstützt sehr offensiv die Strategien wie ABC, daraufhin ist die Ansteckungsrate unter Jugendlichen deutlich gesunken.» ABC steht für A wie «Abstinenz», B wie «Bleib treu» und C wie «Condom».

Prävention und Aufklärung müssten vor allem mit Blick auf die Jugend intensiviert werden. «Jeden Tag infizieren sich auf der Welt 3000 junge Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren neu.» Wenn der Papst sich gegen Kondom-Nutzung ausspreche, «können wir nur darauf hinweisen, wie groß das Ausmaß der Epidemie und das Leid der Kinder ist».

dpa-infocom