pic Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Weiße Flotte startet in die Saison - Tuten aus dem "sterilen" Dampfkessel

„Goethe“ gibt im Mittelrheintal wieder den Ton an

Koblenz Freie Fahrt für die „Weiße Flotte“ am Mittelrhein. Pünktlich zum Osterfest nehmen die Schiffe der Köln-Düsseldorfer wieder Fahrt auf.

Mit Beginn der Hauptsaison am 25. April wird auch das sonore Tuten der „Goethe“ wieder durch das Rheintal dröhnen, nach millionenschwerem Umbau – und mit technischen Tricks.

„Schaufelradschiff“ und nicht mehr „Schaufelraddampfer“, so weist der neue Fahrplan den KD-Veteranen aus, über den Dampfschifffahrts-Freunde aus ganz Deutschland im vergangenen Jahr mit der Kölner Traditions-Reederei in Streit gerieten. Denn die KD sah sich aus technischen und wirtschaftlichen Gründen gezwungen, den Dampfantrieb der „Goethe“ gegen Dieselmotoren auszutauschen.

„Wir hatten wirklich keine Wahl“, beteuert KD-Vorstand Norbert Schmitz nach Abschluss der Testfahrten. Der Umbau (Kosten rund eine Million Euro) mache den Betrieb der „Goethe“ nunmehr sicherer und wirtschaftlicher. So konnte der Dieselverbrauch von bislang rund 400 Liter pro Stunde (!) auf 200 Liter halbiert werden. Die beiden Schaufelräder werden nun von zwei unabhängigen Dieselmotoren angetrieben. „Damit wird das Schiff viel manövrierfähiger, weil es jetzt zum Beispiel auf einer Stelle drehen kann.“ Außerdem habe der Kapitän das Schiff jetzt selbst „im Griff“. Bislang mussten seine Kommandos an die Maschinisten weitergegeben werden.

Außerdem wurde das Sicherheitskonzept neuestem europäischen Standard angepasst, dazu gehören auch 1000 Rettungswesten. Der „Clou“ der Goethe, die äußerlich völlig unverändert blieb, ist die Erzeugung des markanten Signaltons. Dabei setzt die KD weiter auf Dampf: Für rund 25 000 Euro wurde nur fürs Tuten ein Dampfkessel eingebaut, der sonst bei Sterilisierung von OP-Besteck in Kliniken Verwendung findet. In zahlreichen Versuchen wurde dessen Tuten mit dem digitalisierten Originalton verglichen und angepasst. „Die Goethe-Fans werden keinen Unterschied zu früher hören“, verspricht der KD-Chef – und lacht verschmitzt.

Peter Burger; Foto: Archiv

RZO




Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Sa.
wolkig
10·23°
So.
wolkig
9·25°
Mo.
wolkig
5·17°
Di.
wolkig
8·20°

Eventkalender

» Börse     » Fonds
Regioticker
rz lexikon