Madagaskar schafft Visagebühr für Touristen ab
Antananarivo Die afrikanische Tropeninsel Madagaskar schafft die Visagebühr für Aufenthalte von maximal 30 Tagen ab. Die Neuregelung gilt vorerst bis zum Jahresende.
Damit will der Inselstaat seinem Tourismussektor neue Impulse geben, der durch einen mehrmonatigen blutigen politischen Machtkampf am Boden liegt. Die Visagebühr war unter der Regierung des entmachteten Staatschefs Marc Ravalomanana von 13 auf 58 Euro angehoben worden. Die Entscheidung wurde nach Angaben der Zeitung «Midi» von der Übergangsregierung getroffen.
Wegen der instabilen politischen Lage mit mehr als 150 Toten ist die Zahl der Touristen auf Madagaskar von Januar bis April nahezu auf Null gesunken. 60 Prozent der Hotels haben nach Angaben der örtlichen Reisebranche befristet geschlossen. Das Auswärtige Amt in Berlin rät von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Madagaskar derzeit ab.
Madagaskar - Informationen des Auswärtiges Amts: www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Madagaskar.html
dpa-infocom
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