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Mehr Gladiatorenkämpfe bei «Brot und Spiele»

Trier Deutschlands größtes Römerspektakel «Brot und Spiele» in Trier setzt in diesem Jahr verstärkt auf Gladiatoren.

Im antiken Amphitheater der Römerstadt werde es «mehr Action und Kampfszenen» geben, sagte der Organisator des Römerfestes, Ronald Frank, in Trier.

Um die Kämpfe in der neuen Inszenierung «Schicksal in Flammen» näher erleben zu können, werden die Zuschauer von den Hangtribünen zurück in das Oval des 1800 Jahre alten Theaters geholt. Zur achten Auflage «Brot und Spiele» werden vom 14. bis 16. August rund 20 000 Besucher in der ältesten deutschen Stadt erwartet.

Die Kämpfe werden von «Berufsgladiatoren» des Mailänder Instituts «Ars Dimicandi» auf historischer Grundlage nachgestellt. «Alle Kämpfe finden real statt und sind echt», sagte Frank. Kinder können sich bei den Profi-Kämpfern zudem in das antike Kampf-ABC einweisen lassen. In einer «Gladiatorenschule» werden stündlich jeweils zwölf Anwärter zu jungen Gladiatoren ausgebildet, sagte Frank.

Außerdem können sich Besucher in dem «Römer-Mekka» auch in einem Legionärslager und Handwerkerdorf in antike Zeiten zurückversetzen lassen. In den Kaiserthermen werden Exerzierübungen vorgeführt und alte Künste gezeigt: vom Kettenhemden-Knüpfen über Töpfern bis zum Waffenschmieden. In einer «Römerlounge» können Besucher dann bei «chilliger Musik» Honigwein genießen.

Weitere Informationen: www.brotundspiele2009.de

«Brot und Spiele»

Es waren «Brot und Spiele», mit denen die römischen Kaiser ihr Volk bei Laune hielten. Zum Zeitvertreib und um das Wohlwollen der Bevölkerung nicht zu verlieren, organisierten die Herrscher Wagenrennen im Circus Maximus sowie Gladiatorenkämpfe und Tierhatzen in Amphitheatern. Nebenbei wurden die Zuschauer auch kostenlos verpflegt.

«Brot und Spiele» ist die deutsche Übersetzung des lateinischen Begriffes «panem et circensis» und bedeutet eigentlich «Brot und Zirkusspiele». Die römischen Kaiser nutzten die Veranstaltungen auch gerne für politische Zwecke, etwa um Nachfolger zu präsentieren oder um sich selbst feiern zu lassen.

dpa-infocom



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