Start von Super-Teleskopen erneut verschoben
Paris Der Weltraumstart der beiden europäischen Super-Teleskope «Herschel» und «Planck» ist wegen technischer Probleme erneut verschoben worden.
Die beiden fliegenden Beobachtungsstationen werden nicht wie geplant am 6. Mai mit einer Ariane-5-Rakete ins All geschossen, wie die Europäische Raumfahrtorganisation ESA am Montag in Paris mitteilte. Grund sei eine «Anomalie» an einem Gerät, das sich in gleicher Form an Bord der Ariane befindet. Diese müsse genauer untersucht werden. Einen neuen Starttermin nannte die ESA nicht. Die neuen Tests würden einige Tage dauern, hieß es. Bereits der frühere Starttermin 16. April war wegen verschiedener Sicherheitstests verschoben worden.
«Herschel» ist mit einem 3,5 Meter großen Spiegel das größte Weltraumteleskop, das je gebaut wurde. Es soll auf der rund eine Milliarde Euro teuren Mission unter anderem in undurchdringliche Staubwolken spähen, wo neue Sterne entstehen. «Planck» soll auf seiner 600 Millionen Euro teuren Mission das «Echo des Urknalls», die kosmische Hintergrundstrahlung, so genau vermessen wie nie zuvor.
Internet: www.esa.int/herschel
dpa-infocom
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